Ein Gemeinschaftsprojekt soll das Sicherheitsgefühl Schwerter Senioren stärken. Verhaltenstipps und praxisorientierte Übungen stehen auf dem Programm. Zielgruppe sind Menschen über 60 Jahren. Hier die Projektteilnehmer vor der Schwerter Polizeiwache. (Foto: Norbert Fendler)

Schwerte. (NO) Immer mehr Seniorinnen und Senioren fühlen sich unsicher. Manche allein Lebende haben sogar Angst, die Wohnung zu verlassen. Mit der Furcht vor Kriminalität kennen sich Dirk Friederichs und Siglinde Zang-Friederichs aus.

Die Seniorenberater der Kreispolizeibehörde Unna sind ehrenamtlich für das Kriminalkommissariat Kriminalprävention / Opferschutz tätig und gehören dort dem Schwerter Team an. Gemeinsam haben sie sich Gedanken für „Mehr Sicherheit im Lebensalltag für Seniorinnen und Senioren in Schwerte“ gemacht und eine Idee entwickelt, die sie jetzt mit eben diesem Projekt in die Tat umsetzen. Zielgruppe sind Menschen über 60 Jahren, die im eigenen Haushalt leben.

Starke Partner

Unterstützung bekommen Dirk Friederichs und Siglinde Zang-Friederichs zunächst einmal aus den eigenen Reihen: vom ShS-Beraterteam aus Schwerte, natürlich dem Kommissariat Prävention und Opferschutz mit Dienststellenleiterin Heike Redlin an der Spitze, von Kriminalhauptkommissarin Petra Landwehr als Projektleiterin „Senioren helfen Senioren“, von Landrat Michael Makiolla und natürlich Polizeihauptkommissar Andreas Vallieri, Leiter der Polizeiwache Schwerte.

Weiter unterstützen das Projekt Hans-Georg Winkler (1. Beigeordneter, derzeit Verwaltungschef der Stadt Schwerte), Jürgen Paul (stellvertretender Schwerter Bürgermeister und Schirmherr des Projekts), Heike Pohl (Seniorenbeauftragte der Stadt Schwerte), Ramona Stöpgeshoff (Trainerin für Selbstbehauptung), Lars Kessebrock (Volksbank Schwerte), Andreas Blöink (Sparda Bank West Schwerte), Ulrich Bartscher (Sparkasse Schwerte), Anika Möller (AWO-Quartiersmanagerin Schwerte-Holzen) und Michaela Zorn-Koritzius (Stadtwerke Schwerte).

Schulungsprogramm

Im Mittelpunkt der Schulung stehen die Verbesserung des Selbstschutzes, der kontrollierte Umgang mit Ängsten sowie die Vermittlung von Erkenntnissen über Täter- und Opferverhalten und aktuelle Kriminalitätsformen. Die Teilnehmer erhalten beispielsweise Infos zur Vorbeugung, um nicht Opfer einer Straftat zu werden, erfahren, wie das Eigentum gegen Diebe und Einbrecher gesichert werden kann oder wie man sich gegenüber Rowdies in Bus und Bahn verhält. Auch Belästigungen an der Haustür, das Verhalten bei unerwünschten Anrufen, Einkäufe im Internet und vieles mehr sind Teile Schulungsprogramms. Ebenso werden die Themen „Enkeltrick“ oder „Falscher Polizist“ angesprochen.

Start im April

Angeboten werden zwei Veranstaltungsreihen mit jeweils fünf Terminen über einen Zeitraum von jeweils vier Wochen. Der Startschuss für das Pilotprojekt fällt am Freitag, 13. April, im Haus am Stadtpark. Folgetermine werden dort bekannt gegeben. Die zweite Veranstaltungsreihe beginnt am 20. April im AWO-Familienzentrum in Schwerte-Holzen, Westhellweg 218. Anmeldungen für beide Veranstaltungsreihen sind ab Donnerstag, 15. März, unter Tel. 01525 / 2073400 oder per E-Mail unter seniorentraining@gmx.de möglich.

Übrigens könnte das Gemeinschaftsprojekt „Mehr Sicherheit im Lebensalltag für Seniorinnen und Senioren in Schwerte“ sogar landesweit Schule machen, denn auch das Landeskriminalamt NRW hat Interesse daran bekundet. Vorgestellt wird das Projekt dort im April.