Weltmännertag…

    Eine weitere Woche liegt hinter uns, und mit ihr der Internationale Frauentag. Nein, liebe Machos unter den Männern, gemeint ist nicht etwa Weiberfastnacht am vergangenen Donnerstag, wo Mann als Jäger und Sammler zu vorgerückter Stunde besonders aussichtsreich auf Schürzenjagd gehen kann. Nein, gemeint ist jener Frauentag, mit dem seit 1909 zunächst in den USA, bald darauf auch in Europa für Frauenrechte, insbesondere für das Wahlrecht, gestritten wurde.

    Seit 1921 wird dieser Tag am 8. März begangen, denn 1917 streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite am 8. März und lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.

    Seitdem ist viel passiert. Heute wird Deutschland von einer Kanzlerin regiert, unser Bundesland von einer Ministerpräsidentin, und selbst Alice Schwarzer hält den „gönnerhaften Frauentag“ inzwischen für überflüssig. Stattdessen solle das Jahr 365 Tage lang von einem partnerschaftlichen, menschlichen Umgang miteinander geprägt sein. Frauenrechte, die gehen mittlerweile längst über die Damenwahl beim Tanztee hinaus…

    Nicht erst seit Merkel und Kraft wissen wir, dass Frau in leitender Position ebenso wenig vor Fehlern gefeit ist wie ihr männliches Pendant. „Angies“ seltsame Rolle in Guttenbergs Onkel-Doktor-Affäre, in deren Rahmen sie die Mogeleien ihres schmucken Verteidigers herunterspielte, ist da nicht das einzige Beispiel. Und auch die gute Hannelore, derzeit als Bundesratspräsidentin sogar „zweite Frau“ im Staate, droht mit Schmollwinkel und Neuwahlen, falls es die Opposition wagt, die Rechtmäßigkeit ihres Haushaltes prüfen zu lassen. Sie selbst sollte doch wohl selbstverständlicherweise von sich aus darauf bedacht sein, einen Etat aufzustellen, der den Vorgaben der Verfassung entspricht.

    „Die Hälfte des Himmels“ fordern die Frauen auch am kommenden Samstag mit einer bunten Party im Bürgerhaus Alte Johanneskirche in Gevelsberg-Vogelsang ein. Damit verbunden ist allerdings auch die Hälfte des Ärgers, den Mann und Frau sich an den Schalthebeln der Macht einhandeln können. Vielleicht und gerade deshalb wird QuENgelbert am 3. November nicht so sehr daran denken, dass dann Weltmännertag ist – allerdings erst seit dem Jahr 2000. Nein, am 3. November 1945 wurde QuENgelberts Jugendidol Gerd Müller, der Bomber der Nation, geboren, und diesen Geburtstag hat der kleine QuENgler schon als Knabe stets mit einem Stück Kuchen gefeiert. Denn „kleines, dickes Müller“ hat nun wirklich Männerträume wahr gemacht – ohne viel Ärger….