Werkhof mit neuem Chef

    Hohenlimburg. (anna) Der Hohenlimburger Werkhof hat einen neuen Kulturmanager: der 53-jährige Hohenlimburger Alexander Frye wird ab dem 1. Juni 2016 die Leitung der  „Kulturschmiede“ übernehmen und für neuen kräftigen Wind sorgen. Nach dem Weggang von Volker Schwiddessen, der nach nur 15 Monaten dem Traditionskulturtempel den Rücken kehrte, und Ralf Korthaus, der im Juni 2014 nach nur 100 Tagen als Kulturchef das Handtuch geworfen hatte, hofft Ralf Osthoff, Geschäftsführer der Werkhof gem. GmbH, nun den richtigen Mann gefunden zu haben. Auch Vorstandsvorsitzender Horst Bach (71) glaubt, mit „Alex“ die richtige Wahl getroffen zu haben.

    Hans Dampf

    Er ist ein absoluter Insider der Hohenlimburger Szene und somit bestens vernetzt – sozial wie auch kulturell. Sozusagen ein Hans Dampf in allen Gassen. Darüber hinaus ist er ein Fachmann auf dem Gebiet, Veranstaltungen und Feste zu organisieren. Das hat er viele Jahre unter dem Schlossberg erfolgreich bewiesen. Er hat in der Vergangenheit Beachvolleyball-Events gestemmt und auf Lichterfesten, Stadtfeten und sonstigen Hohenlimburger Festivitäten glänzte er mit seinem Organisationstalent. Er kennt alle, und alle kennen ihn.

    Um 2008 wurde es dann ruhig um ihn herum, weil er den Tod seiner Tochter verkraften musste.

    Mann der Stadt

    „Alex“ Frye, seit 1979 Angestellter der Stadt Hagen, ist aktuell für die Organisation der Wochenmärkte verantwortlich. „Der Nachfolger von Volker Schwiddessen muss ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Hagen sein“, betonte Ralph Osthoff, „angesichts der kommunalen Haushaltssituation können wir niemanden von außerhalb einstellen.“

    Bisher wurde der Werkhof von Horst Bach und Mesut Varol geleitet. Jetzt greift ihnen der neue Chef schon mal unter die Arme. Der aus 20 Personen gebildete Werkhof-Arbeitskreis hat darüber hinaus Ziele entwickelt und zahlreiche Projektvorschläge zu Papier gebracht.

    Dazu gehören ein Open-Air-Kino, eine Disco für 18- bis 21-jährige Besucher, ein Band-Contest, Trödelmärkte, Public Viewing bei der Fußball-Europameisterschaft, Klassikangebote und Barbershopmusik, Theaterfestivals und Auftritte der Theater-AGs, ein Fest für Flüchtlinge unter dem Motto „schwarz-weiß-bunt“ und einiges mehr.

    „Vor allem“, so der neue Chef,  „müssen wir uns um neue Mitglieder bemühen. Mit nur 20 Leuten ist der Verein einfach unterrepräsentiert. Wir werden ab jetzt auf allen Hohenlimburger Festen mit einem Stand vertreten sein und die Menschen über unsere Arbeit informieren.“ Auch die Werkhof-Kneipe soll wieder geöffnet werden.