Finanzplan aufstellen: Wie behält man den Überblick?

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Plötzlich ist das Ende des Geldes erreicht, der Monat hat aber noch einige Tage. Das passiert vielen Menschen immer wieder, weil die Struktur bei den eigenen Ausgaben fehlt. Ein Finanzplan oder auch Haushaltsbuch sind eine wertvolle Lösungsmethode, um finanzielle Schwierigkeiten zu regulieren und Ausgaben zu kontrollieren. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Fixkosten in den Fokus zu stellen.

Auch Geld für die Freizeit spielt eine Rolle. Wer beispielsweise gern bei casino.netbet.de ein paar Euro investiert, muss das auf der Soll-Seite festhalten. Wer hingegen regelmäßig 50 EUR im Restaurant lässt, muss auch das einplanen. Hier kommen ein paar wertvolle Tipps, wie ein Finanzplan optimal erstellt werden kann.

Warum überhaupt ein Finanzplan? Welche Vorteile bringt er Privatpersonen?

Die eigenen Finanzen sind für viele Personen ein Buch mit sieben Siegeln. Das Geld reicht hinten und vorne nicht und der Gedanke an monatliche Rücklagen scheint unrealistisch. Dabei liegt das Problem oft nicht am mangelnden Einkommen, sondern am fehlerhaften Umgang mit Geld. Ein privater Finanzplan dient dazu, das Money-Management zu optimieren und zugleich auch an die Zukunft zu denken.

Funktionieren kann das, wenn der Plan unter anderem folgende Faktoren beinhaltet:

  • Exakte Angaben zu den monatlichen Einkünften, Ausgaben, Kosten und vorhandenen Vermögenswerten.
  • Berücksichtigung von Ereignissen, die sich nicht vorhersagen lassen.
  • Schaffung von Sparzielen, die auf die Zukunft ausgelegt sind.

Die ersten Schritte – das Vermögen unter die Lupe nehmen

Das monatliche Durchschnittseinkommen in Deutschland beträgt 4.100 Euro brutto, wobei Frauen bedauerlicherweise immer noch schlechter gestellt sind. Wie viel Einkommen am Ende tatsächlich auf dem Konto landet, ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Steuerklasse ist ebenso entscheidend wie Aufwendungen für Unterhaltszahlungen oder auch die Tilgung von Schulden.

Um einen Finanzplan zu erstellen, muss eine exakte Einnahmen- und Ausgabenliste vorhanden sein! Der Ist-Zustand gilt als belegt, wenn die Einkünfte und Ausgaben einander gegenübergestellt wurden, wenn das Nettovermögen verzeichnet ist und vorhandene Schulden berücksichtigt wurden. Bevor es ans Sparen gehen kann, braucht es einen Notgroschen zur Absicherung, denn manche Ausgaben können nicht vorhergesagt werden.

Ziele stecken für die Zukunft und darauf hinarbeiten 

Auf Basis des vorhandenen Vermögens und Einkommens lässt sich nun die Zielsetzung durchführen. Dabei wird zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen unterschieden. Kurzfristige Ziele können ein großer Urlaub, die Anschaffung einer neuen Spielekonsole oder auch die Bildung eines finanziellen Puffers sein.

Bei mittelfristigen Zielen handelt es sich um größere Projekte, wie beispielsweise die Anschaffung eines neuen Autos oder die Grundlagenbildung für den Hauskauf. Für die Zukunft entscheidend sind die langfristigen Ziele, die Themen wie private Altersvorsorge, Investitionen und auch finanzielle Absicherung für den Nachwuchs beinhalten.

Je nach Art der Ziele kommen andere Sparmethoden zum Einsatz. Kurzfristig lässt es sich auf Tagesgeldkonten gut sparen, langfristig sind zinsträchtigere Anlagemöglichkeiten sinnvoller. Dabei wird im Sinne der Zukunftsplanung auf Sicherheit, nicht auf Risiko gesetzt. Theoretisch ist es möglich, an der Börse innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld zu machen. Praktisch ist das Risiko eines Verlustes aber zu hoch!

Die Komplexität des Sparens – warum eine Haushaltsapp hier weiterhelfen kann

Der Gedanke an den Vermögensaufbau fällt Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen oft schwer. Die Ausgaben werden kaum von den Einkünften gedeckt und da bleibt nicht viel für die hohe Kante. Es hat sich gezeigt, dass die Führung eines Haushaltsbuches oder die Nutzung entsprechender Apps beim Sparen von großer Hilfe sein kann. Es gibt oft sehr viel mehr Sparpotenzial bei den regelmäßigen Ausgaben als vermutet.

Hier nur eine kleine Übersicht der großen Kostenfallen, in die viele Haushalte immer wieder tappen:

  • Unkontrollierte Ausgaben: Eine Tasse Kaffee und ein belegtes Brötchen beim Bäcker, ein großes Eis bei der teuersten Eisdiele oder eine Flasche Wasser am Kiosk – solche Ausgaben werden kaum wahrgenommen und summieren sich. Einmal getrackt, fällt vielen Verbrauchern erst auf, wohin das Geld wirklich fließt.
  • Unnötige Versicherungen: KFZ-Versicherung, Krankenversicherung und Co. sind zwingend erforderlich, zum Eigenschutz. Aber wie sieht es mit der Diebstahlversicherung fürs Handy oder der Rückholversicherung bei Auslandsreisen aus? Es lohnt sich, das eigene Versicherungsportfolio einmal auf unnötige Ausgaben zu überprüfen.
  • Laufende Kosten reduzieren: Internetanbieter, Stromvertrag, Mitgliedsbeiträge für Vereine – hier fällt viel an. Ein Preisvergleich kann dabei helfen, die monatlichen Kosten zu reduzieren. Im Sommer beispielsweise nutzen viele Menschen kaum Streamingdienste und können diese kündigen. Der Wechsel des Internetanbieters wiederum kann die Kosten reduzieren und sogar die Leistung verbessern.

Das Problem bei wiederkehrenden Ausgaben besteht darin, dass sie nicht mehr im Bewusstsein vorhanden sind. Der Stromanbieter bucht die Rechnung jeden Monat ab, das Internet wird per Dauerauftrag bezahlt. Da kommt es den wenigsten Nutzern in den Sinn, gelegentlich einen Preisvergleich durchzuführen. Die wenigsten Menschen wissen auswendig, wie hoch die monatlichen Kosten für solche Dienstleistungen sind!

Mit mehr Awareness für die eigenen Ausgaben lassen sich diese reduzieren, ohne dabei Komfortmängel hinnehmen zu müssen. Es spielt keinen Unterschied, ob das Internet vom teuren Anbieter A bezogen wird oder vom günstigeren Anbieter B, sofern die Geschwindigkeit und der Service identisch sind. Vergleichsportale sind diesbezüglich das A und O und helfen Menschen jedes Jahr dabei, durch geschicktes Anbieterwechseln die Finanzen zu optimieren.

Motivation beim Sparen – durch einen umfassenden Finanzplan wird es leichter

Wer die Kontrolle über seine eigenen Finanzen verloren hat, möchte sich mit dem Thema Sparen erst gar nicht auseinandersetzen. Durch einen Finanzplan ist es möglich, selbst ungeregelte Finanzen zu strukturieren und so Fehlerquellen und Potenzial aufzudecken. Bei sehr geringem Einkommen ist es zwar dennoch möglich, dass keine Rücklagen gebildet werden können, allerdings können auch hier die Ausgaben optimiert werden.

Da wir heute in einer digitalen Gesellschaft leben, ist das gute alte Haushaltsbuch und das Stück Papier zur Planung obsolet. Intelligente Apps helfen Verbrauchern dabei, ihre Finanzen zu ordnen und mehr Geld übrigzuhaben. Hier lassen sich auch Sparziele eingeben, die Stück für Stück erreicht werden. Das erhöht die Motivation, denn positive Ergebnisse sorgen für Glücksgefühle.

Fazit: Mit einem Finanzplan wird die Geldkontrolle leichter

Nicht nur im geschäftlichen Bereich ist ein strukturierter Finanzplan sinnvoll. Im privaten Geldmanagement kann er erhebliche Erleichterung mitbringen, für Singles, Familien und sogar für Rentner. Wer genau weiß, was er einnimmt, kann seine Ausgaben besser planen. Das Monatsende-Problem kann bei geschickter Finanzplanung zur Vergangenheit gehören, denn nahezu jeder Mensch gibt Geld an Stellen aus, wo es eigentlich nicht nötig wäre.

Tobias Friedrich
Tobias Friedrichhttps://www.wochenkurier.de
Tobias Friedrich, Jahrgang 1971, lebt mit seiner Familie in Berlin. Als freier Journalist schrieb er bereits für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Berliner Zeitung, Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung. Der studierte Wirtschaftsjurist liebt ortsunabhängiges Arbeiten. Mit seinem Laptop und seinem Zwergpinscher Jerry ist er die Hälfte des Jahres auf Reisen.

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