40 Jahre im Dienste der Stadt

Ennepetal. (th) Ein besonderes Jubiläum feierte am vergangen Montag, 1. August 2016, Hans-­Günther Adrian, das Sprachrohr der Stadt Ennepetal: Seit 40 Jahren ist der 57-Jährige nun bei der Stadt beschäftigt.

Gerade in der Verwaltung sei ein solches Jubiläum „schon etwas Besonderes“. Das erklärte Bürgermeisterin Imke Heymann, die zu einer kleinen Feierstunde in ihr Besprechungszimmer eingeladen hatte. Dort überreichte sie, gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen Adrians, dem Jubilar nicht nur ein paar Geschenke, sondern ließ auch seinen äußerst bunten beruflichen Werdegang bei der Stadt Ennepetal noch einmal Revue passieren.

Kanalsystem statt Klärgrube

1976 begann Hans-Günther Adrians Karriere mit der Ausbildung für den mittleren nichttechnischen Dienst. Es folgten kurze Einsätze im Steuer- und Bauamt, während derer er unter anderem für den zwangsweisen Anschluss aller Häuser an das Kanalsystem verantwortlich war – zuvor hatten noch einige Immobilien eigene Klärgruben.

Solche und ähnliche Aufgaben reizten den passionierten Sportler Adrian jedoch nicht sonderlich, weshalb er sich sofort für eine Stelle im Sportamt bewarb, als diese ausgeschrieben wurde – handschriftlich von einer beruflichen Tagung aus. Er bekam die Stelle und sollte in der Folge 16 Jahre lang das Gesicht für alle Sportvereine Ennepetals sein. Noch heute erinnert er sich gerne an herausragende Veranstaltungen wie die Coca-Cola-Trophy und den Challenge-Day.

Die Anfänge der EDV

In dieser Zeit begann auch die zunehmende Verbreitung von Computern und Adrian stellte schnell eine gewisse Affinität zur „Elektronischen Datenverarbeitung“ (EDV) fest. So wurde er 1995 zum Sachbearbeiter im Bereich „EDV-Angelegenheiten, Statistik und Wahlen“ berufen, ab 2001 kümmerte er sich dazu noch um Arbeitssicherheit, Archivierung, ­Statistik und Organisation. Er half dabei mit, die Netzwerkstruktur im neuen Rathaus zu schaffen und war außerdem zwischenzeitlich Datenschutz- und Korruptionsbeauftragter. Auch Personalratsvorsitzender war er zwischenzeitlich.

Berufung gefunden

Erst 2010 jedoch fand Adrian seine wahre Berufung. Heymanns Vorgänger Wilhelm Wiggenhagen holte ihn ins Amt des Bürgermeisters und des Rates, wo er sich von da an um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Repräsentations- und Partnerschaftsangelegenheiten und den Internetauftritt der Stadt kümmerte. Außerdem sorgt er dafür, dass die Bürgermeisterin stets gut informiert in ihre Termine geht und hilft ihr beim Vorbereiten ihrer Reden.

Als wäre diese berufliche Laufbahn nicht schon bewegt genug, ist glücklich verheiratete Vater zweier Kinder seit 1977 aktives Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz. Im Ortsverein seiner Geburtsstadt Gevelsberg war er lange Zeit Bereitschaftsführer und Kreisbereitschaftsführer, aktuell ist er Geschäftsführer. Auch in der Gevelsberger Lokalpolitik ist er aktiv. 2009 trat er bei der Bürgermeisterwahl gegen Claus Jacobi an und ist seitdem Mitglied des Rates und Fraktionsvorsitzender der CDU.

Immer noch offen für Veränderung

Neben Reisen mit seiner Frau – meistens an die See, manchmal, wie in diesem Jahr, aber auch in die Berge – liebt ­Adrian lange Spaziergänge mit seinem Hund Melli. Für die Zukunft wünscht er sich vor allem Gesundheit.

Seine Chefin Heymann beschreibt ihn als „veränderungsoffen“, jeder neuen Idee stehe er offen gegenüber. Das ist vielleicht das größte Kompliment, das jemand nach 40 Jahren Verwaltung bekommen kann.