9.111 Ennepetaler pendeln zum Job

Wohnen und Arbeiten wachsen bisher einfach nicht zusammen. Insgesamt 9.111 Ennepetaler pendeln laut Informationen der LBS zum Job. (Foto: LBS)

Ennepetal. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind bereit, für ihren Job immer weitere Wege zurückzulegen. Nach einer aktuellen Umfrage der LBS dürfte die Arbeitsstelle nach dem nächsten Umzug durchschnittlich zweiunddreißig Kilometer von der Wohnung entfernt liegen. Das sind noch einmal zwei Kilometer mehr als noch vor fünf Jahren. Die tatsächliche Entfernung betrug 2016 knapp siebzehn Kilometer.

Dass Wohnen und Arbeiten durch neue Technik zusammenwachsen, scheint sich bisher zumindest nicht zu bewahrheiten.

Laut amtlicher Statistik des Landes NRW pendeln täglich 9.111 Arbeitsnehmer aus Ennepetal in eine andere Gemeinde. Die drei wichtigsten Ziele dabei sind das 14,2 Kilometer entfernte Wuppertal (1.485 Pendler), gefolgt von Schwelm (1.427 Pendler; 5,3 Kilometer) und Hagen (1.395 Pendler; 11,7 Kilometer).

LBS-Gebietsleiter Jascha Volkenborn sagt dazu „Die Menschen in Ennepetal legen viel Wert auf die soziale Bindung in ihrer Gemeinde und sind bereit, dafür große Strecken zur Arbeit zu pendeln.“ Ein weiterer Grund dürften die hohen Wohnkosten an vielen Orten mit hoher Arbeitsplatzdichte sein.