Am morgigen Sonntag, 20. Mai, ist Weltbienentag. Die Stadt Sprockhövel verhält sich vorbildlich in puncto Bienenschutz. Aber jeder einzelne kann etwas tun. (Foto: Claudia Eckhoff)

Sprockhövel. „Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr“. Auf diese knappe Formel brachte Nobelpreisträger Albert Einstein die Bedeutung der Bienen für die Erde und die Menschheit.

Vorbild sein

Der Bauhof der Stadt Sprockhövel nimmt die derzeitige dramatische Bedrohung der Bienen ernst und hat jetzt in sieben Bereichen im Stadtgebiet auf insgesamt über 685 Quadratmeter Bienen- und Wildblumenwiesen angelegt. Die Stadt leistet hierdurch einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, wobei der aktive Bienenschutz im Mittelpunkt steht.

Die Bedeutung von Honigbienen und Wildbienen für das Ökosystem fängt bei ihrer Symbiose mit der Pflanzenwelt an: Bienen brauchen den Nektar der Pflanzen als Nahrung zum Überleben. Pflanzen brauchen einen Bestäuber, um ihre Pollen zu verbreiten und sich so zu vermehren. Die Blühwiesen dienen den Bienen als wichtige Nahrungsquelle.

Jeder kann etwas tun

„Wir wollen Vorbild sein. Deshalb verzichtet die Stadt Sprockhövel auch im Stadtgebiet schon seit vielen Jahren auf die Verwendung von Glyphosat. Das Verbot hierzu hat der Rat schon vor langer Zeit gefasst,“ sagt der zuständige Erste Beigeordnete der Stadt Volker Hoven.

„Jeder kann in seinem Garten einen Beitrag leisten und die Rasenfläche zur ganzjährigen Blühwiese machen, Blühhecken anpflanzen, seinen Balkon mit Kräutern, Minze oder Salbei verschönern, oder andere Grünflächen mit Blühpflanzen bepflanzen“, bekräftigt der städtische Gärtner Markus Gronemeyer und regt zum Mitmachen an.

Der „Hegering Sprockhövel“ hatte das Ganze angestoßen und die Stadt bereits im Januar angeschrieben. Der Umweltausschuss griff die Idee auf.

Unterschriftenaktion

Am morgigen Sonntag, 20. Mai, ist Weltbienentag. Der BUND hat aus diesem Anlass eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Auf der Website des BUND unter https://aktion.bund.net/a-place-to-bee kann jeder etwas für den Schutz der Bienen tun und sich dem Appell an die verantwortliche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner anschließen.