Barclay James Harvest in Ennepetal

Ennepetal (zico) Barclay James Harvest und Supertramp, Pink Floyd und Genesis, Deep Purple und Led Zeppelin – die Liste der Supergruppen aus den 70-er Jahren, die auch heute noch populär sind, ist lang und prominent. Kaum vorstellbar, dass solche Weltstars mal in Ennepetal spielen, oder?

Aber es passiert doch!

BJH-Hits noch immer gefragt

Barclay James Harvest zählten in den 70-er und 80-er Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern eines eingängigen Prog-Rocks, landeten mit Hymn, Mockingbird, Life is for living und anderen Songs Riesenhits und sorgten mit einem von circa 200.000 Menschen gehörten Gratis-Konzerts vor dem Berliner Reichstag weltweit für Schlagzeilen. 1998 teilte sich die Band – John Lees und Woolly Wolstenholme widmeten sich mit „John Lees‘ Barclay James Harvest“ vor allem dem Frühwerk der Band, während „Barclay James Harvest feat. Les Holroyd“ sich der Hit-Phase von „BJH“ verschrieben. Neben Les Holroyd agierte auch Gründungsmitglied Mel Pritchard bis zu seinem Tod im Jahr 2004 in dieser Formation.

Nach dem Start der Leo-Konzerte mit Weltstar Albert Hammond kommen nun „Barclay James Harvest feat. Les Holroyd“ ins Haus Ennepetal. „Das ist erneut ein absoluter Kracher, den wir unserem Publikum präsentieren können“, freut sich Thorsten Hamer, Künstlerischer Leiter des Leo-Theaters. Zusammen mit Partner 3Dog-Entertainment hat er die Legende „BJH feat. Les Holroyd“ für Freitag, 5. Dezember, 20 Uhr, zu diesem Gig verpflichtet.

Diese BJH-Ausgabe hat den Mann an der Spitze, der für den unverwechselbaren Band-Sound verantwortlich ist: Les Holroyd. „Generationen von Musikfreunden kennen die Klassiker wie ,Hymn‘ oder ,Mockingbird‘ dieser Ausnahmeband, die weltweit Erfolge feierte und immer noch feiert“, blickt Andreas Winkelsträter, Pressesprecher des Theaters, auf das Konzert im Dezember. „Wir haben gesagt, dass wir nach Albert Hammond weitere Weltstars nach Ennepetal holen“, so Thomas Falke von 3Dog-Entertainetment, der auf 30 Jahre im Musikbusiness zurückblicken kann: „Und mit Barclay James Harvest featuring Les Holroyd halten wir Wort.“

Thomas Falke und Andreas Winkelsträter vom Leo-Theater wollen mit Top-Kultur auch weiterhin für Furore im Haus Ennepetal sorgen. Mit Barclay James Harvest feat. Les Holroyd präsentieren sie am 5. Dezember eine der größten Bands der Musikgeschichte in der Klutertstadt. (Foto: Frank Schmidt)
Thomas Falke und Andreas Winkelsträter vom Leo-Theater wollen mit Top-Kultur auch weiterhin für Furore im Haus Ennepetal sorgen. Mit Barclay James Harvest feat. Les Holroyd präsentieren sie am 5. Dezember eine der größten Bands der Musikgeschichte in der Klutertstadt. (Foto: Frank Schmidt)

Haus Ennepetal muss bleiben

Die Vorverkaufszahlen von Albert Hammond, der am 29. Oktober seine Hits in Ennepetal serviert, haben die Veranstaltergemeinschaft ermutigt, weitere Stars zu buchen. „Wir haben für das Konzert gut 500 Tickets abgesetzt“, so Falke. Und immerhin seien es bis zum Auftritt noch einige Wochen hin. Nun hoffen Thomas Falke und Thorsten Hamer, dass die Vorverkaufszahlen ebenso wie die bei Albert Hammond nach oben schnellen. Man werde zunächst weiter an der Schlagzahl – alle sechs bis acht Wochen – festhalten und schauen, wie das Publikum die Top-Konzerte im Haus Ennepetal annimmt. „Wir möchten trotz der Diskussionen um eine mögliche Schließung des Hauses an dem Spielort festhalten“, betont Thomas Falke. Immerhin habe man die feste Zusage, zumindest bis Ende 2015 alle Veranstaltungen stattfinden lassen zu können. Alle Leo-Verantwortlichen und -Fans hoffen natürlich, dass die Schließungspläne wieder in der Versenkung verschwinden und mit dem Haus auch das Leo-Theater in Ennepetal fortbestehen kann. „Wir wollen der Motor für das Haus Ennepetal sein, und gerade mit solchen Konzerten wird Ennepetal ,gute Stube’ auch überregional Schlagzeilen machen“, so Falke.

In jedem Fall freuen darf man sich an der Ennepe auf Barclay James Harvest. Die wohl subtilsten Vertreter des Genres Klassik-Rock fanden einander 1967 in Manchester. Schwermütige Rock-Etüden, ornamentiert von esoterischen Sphärenklängen, begeisterten dieselben Fans, die auch Moody Blues und Pink Floyd liebten. Die Band wusste schon früh, wie man die Effekt-Apparatur des Mellotrons virtuos einsetzt. Die reizvollen Soundmuster wurden zum Markenzeichen von Barclay James Harvest, die ihr Plattendebüt 1970 feierten. Von Anfang an experimentierten BJH mit neuen Formen jenseits der traditionellen Formation aus Gitarre, Bass und Drums und benutzten Holzbläser, Streicher und Blechbläser. Es war daher ein logischer Schritt, ihr erstes Album Barclay James Harvest mit ihrem eigenen Orchester aufzunehmen.

Les Holroyd noch immer Band-Kopf

Schnell machten sich Barclay einen Namen – zunächst auf der britischen Insel, dann in Europa, dann weltweit. Die Band wurde zu einer Supergroup, zum Garanten für beste Live-Unterhaltung und zum festen Lieferanten für die Charts. Heute sind ihre Hits längst Klassiker – „Hymn“, „Mockingbird“, „Life Is For Living“, „Berlin“ und viele andere sind der Stoff, aus dem die romantischen und nostalgischen Rockträume sind. Mit verklärtem Blick denken die Fans auch zurück an jenes legendäre Konzert auf den Treppen des Reichstages von Berlin, zu dem 1980 rund einige hunderttausend Zuhörer pilgerten.

Ihre musikalischen Markenzeichen haben sich Barclay James Harvest bis heute erhalten. Und zum Glück steht der Band noch immer Sänger und Bassist Les Holroyd vor, der als Songwriter und Bandleader den Sound der Gruppe geprägt hat und noch immer prägt. Der Vollblutmusiker Holroyd ist aber nicht im gestern stehen geblieben, sondern hat Barclay James Harvest stets weiter entwickelt und zeigt sich offen für neue Projekte. Das erfolgreichste in der vergangenen Zeit: „Symphonic Barclay – Classic meets Rock“; Konzerte mit großem philharmonischem Orchester, also die konsequente Umsetzung des ursprünglichen Bandkonzeptes.

Tickets jetzt erhältlich

Tickets für das Konzert gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.leo-theater.de. Erstmals bieten die Veranstalter für ein Konzert „Gold-Tickets“ zum Preis von 59,90 Euro an. Hierin enthalten ist ein reservierter Sitzplatz in der besten Kategorie sowie ein Sektempfang und kleiner Imbiss vor der Show. Diese mit Motiven der Künstler gestalteten Hardtickets gibt es ab sofort exklusiv im Leo-Büro, Gasstraße 10 in Ennepetal. Sie können ab sofort auch unter tickets@leo-theater.de oder unter Ruf 02333 / 98 80 18 bestellt werden. Sie sind auf eine Stückzahl von 105 limitiert.

Darüber hinaus gibt es Eintrittskarten in drei unterschiedlichen Preiskategorien (freie Sitzplatzwahl) zum Preis von 33, 38 und 45 Euro. Sie sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.