Clever Energie sparen – Stromsparhelfer kommen zum Check

Energie sparen leicht gemacht: Wer sich von den Stromsparhelfern beraten lässt, der kann nicht nur Energie, sondern natürlich auch viel Geld sparen. (Foto: Heiko Cordes)

Gevelsberg. (hc) Vor wenigen Wochen fand in der alten Bundeshauptstadt Bonn die Weltklimakonferenz statt. Energie und der verantwortungsbewusste Umgang damit waren dort ein Riesen-Thema. Auf der ganz großen Bühne wurde auch ein Projekt prämiert, das im EN-Kreis bereits seit 2009 erfolgreich läuft: Der Stromspar-Check. Schließlich gibt es in jedem Haushalt einen oder mehrere „Stromfresser“. Das sind Geräte, die übermäßig viel Strom verbrauchen und in der Folge natürlich auch mehr kosten. Gerade bei Menschen mit geringem Einkommen kann dies ein großes und unnötiges Loch in die Haushaltskasse reißen.

Ursachen aufdecken

Ein Stromspar-Check kann dabei helfen, die unnötigen Verbraucher von Strom und Wasser zu identifizieren. Dafür gibt es im EN-Kreis zehn Stromsparhelfer. Diese kommen in die Wohnungen und überprüfen zum Beispiel die Kühlschränke, Wäschetrockner oder Leuchtmittel. Sind diese Elektrogeräte auf dem neusten Stand? Lohnt sich ein Austausch? Welche Alternativen gibt es? Was kann ich anders machen? – Das sind nur einige der Fragen, die zum Beispiel Ingo Marzina und Melanie Schreiber als Stromsparhelfer beantworten können. Voraussetzung allerdings ist, dass sich der Verbraucher selbst bei den Stromsparhelfern meldet.

Auf Verbraucher zugehen

Um Hürden zu senken, gehen Marzina und Schreiber zum Beispiel in die Wartezimmer der Job-Center und stellen ihr Angebot vor. Dieses richtet sich nämlich ausschließlich an Personen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld erhalten beziehungsweise die Rentner mit niedrigem Einkommen oder Schuldner unterhalb der Pfändungsfreigrenze sind. Für die übrigen Privathaushalte gibt es ein umfangreiches Angebot der Verbraucherzentrale, die keine Konkurrenz zu den Stromsparhelfern darstellt, sondern sich gegenseitig ergänzt. Das ist wichtig, denn die Caritas und der Bundesverband der Energie und Klimaschutzagenturen Deutschlands kooperieren bei dem Stromspar-Check und bieten im EN-Kreis diese Beratung an.

Vor Ort beraten

Wenn die Stromsparhelfer ins Haus kommen, dann nehmen sie alles genau unter die Lupe und suchen zunächst nach Schwachstellen. Melanie Schreiber erklärt das am Beispiel eines Kühlschranks. „Als erstes schauen wir nach der Seriennummer. Diese hilft uns, das Alter des Geräts und den Stromverbrauch zu bestimmen.“ Im Büro können die Berater dann berechnen, ob sich eine Neuanschaffung lohnt. Gerade für Kühlgeräte kann die Ersparnis immens sein. „Bis zu 95 Euro im Jahr“, erklärt Thomas Koslowski von der Caritas.

150 Euro extra für einen neuen Kühlschrank

Deshalb gibt es auch ein spezielles Zusatzprogramm für Kühlschränke und Co. 150 Euro Zuschuss kann man bekommen, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: „Der Kühlschrank erhält ein Siegel und eine Nummer. Er muss fachgerecht entsorgt werden. Anschließend muss man sich selbst ein Gerät kaufen, das die Energieeffizienz AAA+++ hat und genauso groß ist wie das entsorgte Gerät“, erklärt Cornelia Kistner, ebenfalls von der Caritas. Erst dann bekommt man den Gutschein über 150 Euro.

Angebot gut angenommen

In 2017 konnte die Caritas bereits 67 Gutscheine verteilen – ein gutes Ergebnis. Darüber hinaus gibt es von den Sparhelfern aber auch Sofortmaßnahmen, die in einem zweiten Termin direkt umgesetzt werden. Im Wert von bis zu 70 Euro werden alte Glühbirnen durch moderne LED-Leuchtmittel ersetzt. Diese kleinen Maßnahmen werden kostenlos durchgeführt – haben aber eine riesige Wirkung. Auch Duschköpfe werden inspiziert, um Wasser zu sparen. Unterstützt wird das alles unter anderem von der AVU. Für den Energiedienstleister und Wasserversorger ist die Unterstützung ein Baustein, um einkommensschwachen Haushalten zu helfen. Daher liegen Informationen zum Stromspar-Check auch in allen AVU-Treffpunkten aus. Bereits seit 2009 gehört die AVU zu den Partnern der Caritas und begleitet damit von Anfang an das Projekt. Weitere Informationen Infos gibt es unter www-stromspar-check.de. Wer sich im EN-Kreis beraten will, kann sich bei der Caritas, Tel. 02302 / 2035336 oder unter stromspar-checkcaritas-hagen, melden oder problemlos die Formulare in den AVU-Treffpunkten ausfüllen.