„Echt Ennepetal“ hebt die Schätze der Stadt

Sie werben für ihre facettenreiche Stadt und heben ihr Image mit dem Filmprojekt „Echt Ennepetal“: (v.l.) Rabea Kreikenbaum (Wirtschaftsförderung), Hans-Günther Adrian (Pressesprecher), Kabarettistin Sia Korthaus, Bürgermeisterin Imke Heymann, Filmemacher Tom Hoppe und Cosplayer Alexander Kleff als John Snow. (Foto: Claudia Eckhoff)

Ennepetal. (ce) Die Idee ist richtig ausgefuchst: Mit zwanzig kurzen Themenfilmen zeigt die Stadt Ennepetal, was sie unverwechselbar macht und eben zu „Echt Ennepetal“.

Einmalige Naturparadiese, international bekannte Unternehmen und Weltmarktführer, drei Talsperren, Menschen mit besonderen Talenten, mit überregionalem Erfolg oder mit unglaublichen Hobbys – es gibt viel Spannendes zu entdecken.

Zwanzig Themenfilme

Die etwa zweieinhalbminütigen Video-Filme werden in einer aufeinander folgenden Serie die Schätze der Klutertstadt heben. Vor einem Jahr hat die Ennepetaler Firma „Tomkomm“ der Stadt die Idee dazu geliefert. Mittlerweile hat Tom Hoppe – Filmemacher und natürlich selbst „echt Ennepetal“ – zwanzig Filme fertig gestellt.

„Wer seinen Blick bewusst auf unsere Stadt lenkt, wird schnell sehen, wie vielseitig sie ist“, sagt Bürgermeisterin Imke Heymann bei der Projektvorstellung im Rathaus. „All diese ganz verschiedenen Facetten wollen wir bewahren und den Menschen mit den Themenfilmen näher bringen.“

Echt Erstaunliches

Was ist denn „Echt Ennepetal“? Darauf wird jeder mindestens eine eigene Antwort haben. Und wer erst einmal anfängt, genauer hinzuschauen, wird immer mehr wahrnehmen, sich bewusst machen, sich erinnern, neu entdecken, staunen, bewundern, fast ein bisschen stolz werden oder auch mal einfach nur ganz verblüfft sein. Eine Plakataktion im Stadtgebiet hatte schon seit Anfang Januar die Menschen neugierig gemacht auf einen neuen, überraschenden Blick auf die eigene Stadt.

Kabarettistin Sia Korthaus begann als Witwe Bolte

Die Protagonisten der ersten beiden Film-Episoden ließen es sich nicht nehmen, persönlich der Projektvorstellung im Rathaus beizuwohnen. Den Auftakt der Reihe macht schon jetzt ein Beitrag über die Kabarettistin Sia Korthaus, selbst gebürtige Ennepetalerin, die landesweit auf sämtlichen Bühnen der Republik und genauso im Fernsehen Erfolge feiert. „Meine Karriere fing mit einer Schüleraufführung an. Ich war die Witwe Bolte in ‚Max und Moritz‘ auf der Bühne des Reichenbach-Gymnasiums“, erzählt sie und lacht. „Ich habe damals vor Aufregung dermaßen gezittert, dass die Plastikhühner in meinen Händen sicher richtig echt wirkten.“ Live erleben kann man Sia Korthaus am Freitag, 23. Februar. Sie tritt im Hasper Hammer auf.

John Snow setzt sich nicht

Die zweite Film-Episode, die erst ab Montag, 5. Februar, freigeschaltet wird, zeigt den jungen Ennepetaler Alexander Kleff, der einem höchst ungewöhnlichen Hobby verfallen ist. Der „Cosplayer“ verwandelt sich in Darsteller aus bekannten Videospielen, Serien oder Kinofilmen. Die Kostüme entwirft er selbst. Zubehör wie Schwerter oder Helme erstellt er mit ausgeklügelten Programmen über seinen 3-D-Drucker.

Bei der Pressekonferenz musste er hinter seinem Stuhl stehen, denn als John Snow aus „Game of Thrones“ machte ihm die „Gewandung“ ein Hinsetzen einfach unmöglich.

Multifunktional

Die Videos, die Lust machen wollen, Ennepetal neu zu entdecken, werden gezeigt auf dem Youtube-Kanal „Echt Ennepetal“ und auf der städtischen Internet- und Facebookseite. Außerdem werden sie auf Messen, Ausstellungen oder vor passenden Kulturveranstaltungen gezeigt. Alle drei Wochen wird jeweils eine neue Episode hinzukommen.