Ein „Tor“ für Gevelsberg

Gevelsberg. (je) Seit vielen Monaten wird zwischen Gevelsberg und Hagen beiderseits der Stadtgrenzen an der (jüngst teilweise zur L700 degradierten) Bundesstraße 7 gebaggert, geschaufelt und asphaltiert. Für Anwohner und Berufspendler eine wahre Belastungsprobe, deren Sinn sich vielerorts kaum erschließt, denn bislang wurden oft nur unterirdische Leitungsarbeiten durchgeführt.

Und wenn ab kommendem Montag dann auch noch am Vogelsang die Bauarbeiten starten, wird so mancher wohl nur noch den Kopf schütteln. Dabei soll es diesmal sicht- und spürbare Verbesserungen geben. Und zwar schnell: Planmäßig noch vor Weihnachten soll hier ein großer Kreisverkehr entstehen und die Ampelanlage verschwinden. Aber nicht nur der Verkehrsfluss wird verbessert, auch jenseits der Fahrbahn steigt die Platzqualität durch neue Bürgersteige und Radwege, modernisierte Straßenbeleuchtung und Begrünung.

Aufwertung

Bürgermeister Claus Jacobi ist sich sicher: „Wir tun hier nicht nur etwas für die Fahrzeuge. Insbesondere die Aufenthaltsqualität der Menschen wird erhöht.“ Außerdem bekomme die Stadt nun ein attraktives, neues Tor. „Wir zeigen jetzt auch endlich, dass wir für die Stadtteile am Rande etwas tun. Der Vogelsang bekommt eine deutliche Aufwertung. Die 50er Jahre sind nun auch hier vorbei“, so Jacobi weiter.

Nach dem ersten Bauabschnitt zwischen Aske und Am Waterkamp, der noch in diesem Jahr beendet sein soll, gehen die Arbeiten im kommenden Jahr weiter und ziehen sich insgesamt über etwa eineinhalb Jahre und einen knappen Kilometer bis zum Poeten. Dort wird ein weiterer Kreisverkehr eingerichtet, der auch die Gleisführung der Kleinbahnstrecke berücksichtigt. Die Fläche, die in dieser Zeit neu und modern gestaltet wird, umfasst etwa 22.000 Quadratmeter.

Kosten

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf über vier Millionen Euro, deren Finanzierung allerdings bereits gesichert ist. Sämtliche Fördermittel wurden bereits an die Stadt überwiesen. Die Einschränkungen für den Verkehr – immerhin passieren die Strecke täglich etwa 18.000 Fahrzeuge – und die Anwohner sollten durch gute Planung so gering wie möglich gehalten werden. Dafür sorgen unter anderem auch die Schaffung eines Ausweichparkplatzes sowie alternative Zufahrtswege für Gewerbebetriebe.

Bleibt also am Schluss nur die Hoffnung, dass keine unerwarteten Hindernisse auftauchen. Denn wie es ein Sprichwort der Baubranche so treffend sagt: „Vor der Schaufel des Baggers ist es dunkel.“