Heißer Herbst mit Pumuckl und Christie

Ennepetal. Im kommenden Vierteljahr lockt das Leo-Theater mit einigen
Highlights nach Ennepetal: Zwei Premieren, die Silvester Gala und ein Konzert
von Weltstar Tony Christie warten auf die Gäste.

„Die nächsten Wochen und Monate haben es in sich“, freut sich Marc
Neumeister, Künstlerischer Leiter der Bühne. „Aber wir stellen uns diesen
Herausforderungen gerne.“
Auch wenn man gerade den Ortswechsel nach Schwelm bekannt gegeben habe,
„legen wir den Schwerpunkt unserer Planungen und unserer Arbeit ganz gezielt auf
unsere aktuelle Spielstätte im Haus Ennepetal“, betont Neumeister. Immerhin sei
man noch neun Monate in Ennepetal zu Hause und wolle auch in dieser Zeit
ausgezeichnete Leistungen und Inszenierungen präsentieren. Denn bei
Theaterleitung und Ensemble ist klar, dass es zwar ein Abschied vom Haus
Ennepetal sein wird – nicht jedoch vom Publikum aus Ennepetal, das auch Schwelm
schnell erreichen kann.
Zwei Premieren
So erwarten die Besuchenden in den nächsten Monaten auch gleich zwei
Premieren am aktuellen Spielort. „Auf beide freue ich mich besonders“, stellt
Marc Neumeister fest. „Und das aus ganz unterschiedlichen Gründen.“
Zunächst ist da das Kinderstück „Meister Eder und sein Pumuckl“. Man habe
2014 gesehen, mit welcher Freude die Kinder zum „Räuber Hotzenplotz“ gekommen
seien. Und das wolle man mit dem Pumuckl ebenfalls erreichen, der übrigens das
Regie-Debüt von André Bornhöft ist.
Schon jetzt gibt es Anfragen von Schulen oder Kindergärten, die bislang für
kindergerechte Aufführungen immer nach Wuppertal oder Hagen reisen mussten. Für
diese werden nach der Premiere am 26. November um 20 Uhr auch
Vormittagsvorstellungen angeboten. „So können viele jetzt zu Fuß kommen“, freut
sich Winkelsträter.
Das weitere neue Stück im Programm wird der Klassiker „Arsen und
Spitzenhäubchen“ sein. Dieser feiert zunächst seine Vorpremiere bei der fast
ausverkauften Silvester-Gala und die „richtige“ Premiere dann am 13. Januar.

Natürlich verleiht das Leo dem klassischen Stück eine besondere Note: „Die
beiden alten Damen Abby und Marta, die mit Holundertee morden, werden von zwei
Männern gespielt, von Robin Schmale und mir“, verrät Marc Neumeister. Schon bei
den „Sonny Boys“ glänzten die beiden als gealterte Schauspieler Al Lewis und
Willie Clark.
Tony Christie
Am 4. Dezember kommt erneut ein Weltstar ins Haus Ennepetal: Tony Christie.
„Als wir die Reihe ,stars2ennepetal’ starteten, haben wir nicht damit gerechnet,
dass es uns wirklich gelingt, so viele Hochkaräter in die Klutertstadt zu
holen“, erklärt Andreas Winkelsträter. Man habe beispielsweise mit Albert
Hammond, Barclay James Harvest, Donovan, den Hooters oder auch Ute Lemper
absolute Weltstars verpflichten können. Und das wolle man auch künftig tun. Und
zwar auch weiterhin nach Ennepetal – das habe man trotz Umzug des Theaters mit
den Verantwortlichen des Hauses Ennepetal abgesprochen.
Tony Christie, der zuletzt einem Millionenpublikum bei Carmen Nebel per TV
ins Wohnzimmer flimmerte, passe hervorragend in die Reihe. Seine Hits „(Is This
The Way To) Amarillo“ oder „I Did What I Did For Maria“ kennt man auf der ganzen
Welt. Eintrittskarten zu Preisen ab 33 Euro zuzüglich Gebühren sind noch
erhältlich.
Beliebte Stücke
Natürlich sind auch in den kommenden Wochen einige beliebte Inszenierungen
weiter auf dem Spielplan, allen voran „Die Perle Anna“. Das Stück rangiert in
der Gunst des Publikums weit oben.
Und auch die Wiederaufnahme „Sonny Boys“ und das Neumeister-Solo „Hi Dad!
Hilfe. Endlich Papa“ laufen weiter. „Mit diesem Stück werde ich auch außerhalb
des Hauses Ennepetal auftreten“, erläutert Marc Neumeister. So ist hiermit das
erste Gastspiel im Schwelmer Ibach-Haus für den 23. November um 20 Uhr geplant.

„Loriot II“ und die Stücke „Singles“, „Alles hat seine Zeit“ und „Aufguss“
(Premiere am 28. Oktober) runden das Angebot in den Monaten November bis
einschließlich Ende Januar 2017 ab. Zu erwähnen bliebe schließlich noch
„Männerparadies“ von Frank Pinkus. Das Stück wird am 22. Januar 2017 zum letzten
Mal gespielt. Dann lösen Dieter, Axel, Kurt, Karsten und Richard ihre
Wohngemeinschaft auf.