Hochklassige Klavier-Konzerte im Ibach-Haus

Initiatorin Ulrike Brux, Intendant Professor Franz Xaver Ohnesorg, Franco Barletta und Annette Thewes von Mercedes-Jürgens, Burkhard Pass, AVU-Vorstand Dieter ten Eikelder und Gudrun Gross von der Vermögensverwaltung Vits (von links) freuen sich auf mitreißende Konzerte. (Foto: Stefan Scheler)

Schwelm. (Sche) „Kultur ist ein so genannter ,weicher Faktor‘, der aber die Lebensqualität in einer Region bestimmt“, begründete Ulrike Brux, Initiatorin der zwei Schwelmer Konzerte im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr, ihr Engagement im Ibach-Haus vor wenigen Tagen: „Damit wertet sie auch das wirtschaftliche Umfeld auf, weshalb wir in Zeiten leerer öffentlicher Kassen die große Unterstützung heimischer Unternehmen gewonnen haben.“

Sechs Sponsoren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, vier davon aus Schwelm, haben es möglich gemacht, dass drei hochkarätige Künstler im Ibach-Haus auftreten. Mit Cedric Pescia kommt am Donnerstag, 23. Mai, ein begnadeter Pianist der jungen Generation in die Kreisstadt. Der Schweizer aus Lausanne bringt ab 20 Uhr Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Robert Schumann zu Gehör. Das zweite Konzert in der alten Schwelmer Piano-Manufaktur findet am Samstag, 13. Juli, zur gleichen Uhrzeit statt. Robert Levin, Professor der US-Eliteuniversität Harvard, und seine Frau Ya-Fei Chuang präsentieren Bearbeitungen der Werke von Richard Wagner und Guiseppe Verdi aus der Feder verschiedener Komponisten. Vierhändig, aber auch an zwei Flügeln, stellen die Virtuosen Klavierfassungen berühmter Opern wie Aida, Tannhäuser, Die Meistersinger von Nürnberg oder dem Ring der Nibelungen vor.

Damit solch hochklassige Kunst für die Organisatoren um Ulrike Brux bezahlbar ist, haben die Firmen Dorma, Pass Gummiwerke, AVU, Mercedes Jürgens, die Vermögensverwaltung Vits und das Autohaus Schneider ihr Scherflein beigetragen. Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis unterstützt das Vorhaben im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die Investition lohnt sich, denn beim Festival im vergangenen Jahr waren die Karten für die Schwelmer Konzerte bereits vier Monate im Voraus ausgebucht.

Ulrike Brux als Initiatorin der Schwelmer Aufführungen mit dem Intendanten des Klavier-Festivals Ruhr, Professor Franz Xaver Ohnesorg. (Foto: Stefan Scheler)

Das Klavier-Festival Ruhr feiert übrigens Jubiläum: Seit 25 Sommern können die Menschen im Ruhrgebiet Musik vom Feinsten genießen. Intendant Professor Franz Xaver Ohnesorg hat für dieses Jahr 65 Konzerte an 21 Veranstaltungsorten auf die Beine gestellt. Neben Schwelm sind unter anderem das Konzerthaus Dortmund, das dortige Harenberg-City-Center, das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen, das Schloss Hohenlimburg, die Philharmonie Essen und die Tonhalle in Düsseldorf Spielstätten für international renommierte Pianisten, die in diesem Jahr auch auf die 200. Geburtstage der Opernkomponisten Guiseppe Verdi und Richard Wagner einstimmen.

„Wir erwarten insgesamt etwa 50.000 bis 60.000 Besucher“, prognostizierte Ulrike Brux für die Gesamtveranstaltung Klavier-Festival Ruhr: „Das können wir aus der Akzeptanz im vergangenen Jahr schließen.“

„Die alte Klavier-Manufaktur in Schwelm bietet mit ihrem Aufführungsraum vom Klang her ein wunderbares Haus“, ist Professor Franz Xaver Ohnesorg vom Erfolg der Konzerte überzeugt: „Die Region hier braucht Kultur für den Wandel, damit zwischen Rhein und Ruhr mit dem Wandel eine neue Kultur entstehen kann.“

„Wir erzielen 90 Prozent unseres Umsatzes im Ennepe-Ruhr-Kreis“, nahm AVU-Vorstand Dieter ten Eikelder für die Sponsoren zu dem Projekt Stellung: „Deshalb wollen wir den Bürgern hier mit unserem Engagement für dieses Kulturereignis etwas zurückgeben.“

Karten für die Veranstaltungen des Festivals, darunter auch die beiden Schwelmer Konzerte, sind unter Ruf 01805/ 500803, unter dem Stichwort Klavier-Festival Ruhr im Internet und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. „Dieses Festival ist nicht mit einem regulären Konzertbetrieb vergleichbar“, machte Ulrike Brux auf die Aufführungsreihe neugierig: „Hier legt man Wert auf das Außergewöhnliche.“