Holtmann folgt auf Sander – Staffelwechsel bei der AVU-Netz

AVU-Vorstand Uwe Träris, Geschäftsführer AVU-Netz Hansjörg Sander und sein Nachfolger Ralf Holtmann. (Foto: AVU / Bernd Henkel)

Gevelsberg. 35 Jahre im Dienst der AVU und seit 2011 als Geschäftsführer der Netzgesellschaft an entscheidender Stelle der AVU-Gruppe tätig: Hansjörg Sander blickt in diesen Tagen auf ein abwechslungsreiches Berufsleben zurück. Der Geschäftsführer der AVU-Netz GmbH geht Ende des Jahres in den Ruhestand. „Es war spannend an der Entwicklung der Branche teilzuhaben und das Unternehmen auch etwas geprägt zu haben“, zieht der 65-jährige Hattinger Bilanz.

Begonnen hat der zweifache Diplom-Ingenieur (Bau- und Wirtschaftsingenieur) als Abteilungsleiter in der Gas- und Wassertechnik der AVU im Jahr 1983. Die Stadtwerke Essen waren die vorherige Station des gebürtigen Siegeners. Im Jahr 1994 übernahm Sander die Leitung des Hauptbereichs Gas- und Wassertechnik. Ab 2011 leitete er gemeinsam mit Gregor Nachtwey die AVU-Netz – seit 2015 dann als alleiniger Geschäftsführer.

Gefragter Experte

Eng verbunden mit dieser technischen Leitungsposition ist auch das Management der gemeinsamen „Wasser-Tochter“ der AVU und der Stadtwerke Witten: Seit 1993 war Hansjörg Sander auch Geschäftsführer der Verbund-Wasserwerk Witten GmbH (VWW), in der sich alle Mitarbeiter und technischen Anlagen der beiden Unternehmen befinden.
Auch in den Verbänden der ­Branche war Sander ein gefragter Experte: Von 2006 bis 2008 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR), bis zuletzt wirkte er im Präsidium des Vereins mit. Und in der Landesgruppe NRW des Deutschen Vereins für das Gas- und Wasserfach (DVGW) war er von 2014 bis 2017 ­Vorsitzender.

Für Kunden und Mitarbeiter

Viele technische Projekte und Bauten könnte Sander in seiner Bilanz aufzählen. „Technischer Fortschritt war für mich nie ein Selbstzweck. Zuverlässige und sichere Energie- und Wasserversorgung bei wirtschaftlicher Betriebsführung für die Kunden und bestmöglicher Arbeitsschutz für die Mitarbeiter standen im Vordergrund“, erklärt er.
Und doch ist sein größter Erfolg eher Ingenieur-untypisch: „Wir setzen als AVU-Netz die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen im Stammgebiet fort und konnten in den letzten Jahren die Konzessionsverträge verlängern“, blickt er zurück.

An den Vertragsverhandlungen war auch schon Ralf Holtmann beteiligt – er tritt Anfang 2018 die Nachfolge als Geschäftsführer der AVU-Netz an. Der AVU-Aufsichtsrat hat ihn einstimmig dazu in diesem Jahr berufen. Als kaufmännischer Prokurist bringt Holtmann die Erfahrung für seine neue Tätigkeit mit. Ralf Holtmann gehörte im Jahr 2007 zum „Gründungsteam“ der AVU-Netz. Seit 1997 ist er bei AVU beschäftigt.

Der 53-Jährige ist ausgebildeter Bankkaufmann, hat ein Studium als Diplom-Betriebswirt abgeschlossen und lebt mit seiner Familie in Gevelsberg. Er nennt die Vorgaben der Regulierungsbehörden sowie die Digitalisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung als wesentliche Herausforderungen für die Zukunft. „Mit dem technischen und betriebswirtschaftlichen Know-How unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wir für diese Aufgaben gut aufgestellt“, sagt Holtmann.

Dank für Engagement

AVU-Vorstand Uwe Träris dankte Sander für seinen Einsatz: „Unsere Netzgesellschaft ist anerkannt in der Branche, bei den Kommunen und Aufsichtsbehörden. Sie trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der AVU bei. Ich bin mir sicher, dass wir diesen Weg unter neuer Führung fortsetzen werden.“