Journalisten Schulte und Schmidt zu Gast bei CDU-Senioren

Ennepetal/EN-Kreis. (zico) Mit dem Schwerpunktthema „Journalismus“ setzt sich derzeit die Senioren-Union Süd auseinander. Nachdem der Ennepetaler Redakteur Jochem Schulte bereits vor wenigen Wochen launig über die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte in einer Lokalredaktion referiert hatte, war nun wochenkurier-Redakteur Frank Schmidt im Mehrgenerationenhaus Ennepetal zu Gast und berichtete über Grundsätze für eine gelungene Pressemitteilung.

Erläuterte den CDU-Senioren Grundzüge der Pressearbeit: wochenkurier-Redakteur Frank Schmidt. (Foto: Archiv)

Der 47-Jährige, seit fast 20 Jahren in den Städten Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel für den wochenkurier tätig, besuchte die CDU-Senioren auf Einladung der Pressewartin Frohmut Eichinger und lobte die christdemokratische Gruppierung für ihre inhaltliche Arbeit. „Sie mischen sich mit ihren Standpunkten ein und beweisen, dass politische Seniorenvereinigungen mehr können als sich zum Kaffeetrinken zu treffen“, so der wk-Redakteur, dessen journalistische Tätigkeit vor über 30 Jahren als Pressewart eines Schachvereins in der Stadt Hohenlimburg begann. Als wichtige Elemente für eine Pressemitteilung nannte er unter anderem einen interessanten Einstieg in den Artikel, die Benennung der wesentlichen Fakten und nach Möglichkeit eine Bebilderung, die sofort den Blick auf den jeweiligen Bericht lenkt.

„Viele Redaktionen müssen heute mit weniger Personal auskommen, gleichzeitig aber mehr Aufgaben leisten als früher – zum Beispiel die elektronische Seitenmontage und die Bildbearbeitung am Computer. Intern wird mitunter schon vom Beruf des Redaktronikers gesprochen“, gab Schmidt zu Bedenken: „Für die eigentliche journalistische Arbeit bleibt logischerweise weniger Zeit. Jede Pressemitteilung steht in Konkurrenz zu anderen, die auch ins Blatt sollen. Verschaffen Sie Ihrer Pressemitteilung einen nicht unwesentlichen Vorteil, in dem Sie sie gut vorbereiten und Ihren Bericht bereits abdruckreif zusenden, so dass er nur noch geringer Bearbeitung bedarf.“

Berichtet über den Journalismus der Nachkriegszeit: Lokalredakteur Jochem Schulte. (Foto: Archiv)

Dem Referat Schmidts schloss sich eine angeregte Diskussion an, in der viele Fragen zum heutigen journalistischen Tagesgeschäft geklärt wurden. Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende der Senioren-Union, Heinz Kopot, mit einem kleinen Präsent deim wochenkurier-Redakteur, der sich seinerseits für das Interesse bedankte.

Lokalredakteur Jochem Schulte wird nun am Mittwoch, 15. Februar 2012, die Reihe mit einem Vortrag über die Presselandschaft Deutschlands von der Nachkriegszeit bis heute fortsetzen – stets mit Bezug auch auf den Ennepe-Ruhr-Kreis. Um auch Berufstätigen, Schülern und Studenten die Teilnahme an diesem Vortrag zu ermöglichen, wurde der Beginn auf 17 Uhr gelegt. Zuvor findet ab 16 Uhr bereits das turnusgemäße Treffen der Senioren Union Süd im Monat statt. Zum Vortrag von Jochem Schulte im Mehrgenerationenhaus Ennepetal, Gasstr.10, Seminarraum 1, sind alle Interessenten herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.