Junge Flüchtlinge bei der Ausbildungsmesse

Ennepetel. (pen) Premiere auf der diesjährigen
Ausbildungsmesse EN: Erstmals wird es am 23. September ein spezielles Angebot
für jugendliche Flüchtlinge geben. Besonders im Blick haben die
Messeorganisatoren dabei die rund 120 Jugendlichen, die die internationalen
Förderklassen besuchen. „Aber natürlich“, so Gisela Tervooren von der
Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, „stehen die Türen auch allen anderen
Geflüchteten offen. Interessenten sollten zwischen 16 und 21 Jahre alt sein und
eine gute Bleibeperspektive haben.“
Eingeplant ist ihr Messebesuch ab 14 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt bewegen sich im
Vergleich zum Vormittag erfahrungsgemäß deutlich weniger Besucher auf dem
Veranstaltungsgelände. Dies wird es den Vertretern der Unternehmen möglich
machen, sich ausreichend Zeit für Gespräche mit den Flüchtlingen zu nehmen, sie
über Praktikums- und Ausbildungsstellen zu informieren.
Gut vorbereitet
Ebenso wie die zur Messe erwarteten mehreren tausend Schüler, die kurz vor
dem Abschluss ihrer Schullaufbahn stehen, werden auch die Jugendlichen aus den
Förderklassen auf den Messebesuch vorbereitet. „Dies erfolgt selbstverständlich
unter leicht veränderten Vorgaben“, erläutert Tervooren.
So erhalten die Förderklassenschüler nicht nur die allgemeinen Hinweise rund
um das Angebot „Für die Zukunft ausbilden“. Gemeinsam mit den
Schulsozialarbeitern füllen sie auch einen Profilbogen aus. Dieser enthält
Angaben zur Person sowie über Aufenthaltsstatus, Sprachkenntnisse, Vorbildungen
und berufliche Neigungen. Noch vorhandene Sprachbarrieren sollen hierbei durch
die Unterstützung von Dolmetschern überwunden werden.
Begleitet in Gruppen
Die Messe werden die jugendlichen Flüchtlinge in Gruppen besuchen, die nach
Sprache und Neigungen zusammengestellt sind. Begleitet werden sie beim Rundgang
durch das Angebot von rund 150 Unternehmen und mehr als 200
Ausbildungsmöglichkeiten von Paten, speziell geschulten Lotsen und Dolmetschern.
Als Ansprechpartner stehen zudem Experten des Kommunalen Integrationszentrums,
der Ausländerbehörde, der Agentur für Arbeit und des Jobcenters EN zur
Verfügung.
„Damit die Eindrücke, Gespräche und Kontakte anschließend möglichst zu
Erfolgen führen, werden Lehrer und Schulsozialarbeiter den Messebesuch im
Unterricht nachbereiten“, hofft Tervooren auf eine möglichst erfolgreiche
Premiere.