Kreatives Markttreiben im historischen Gemäuer

Stimmungsvolle Vorfreude: Zum mittlerweile sechsten Kreativ-Weihnachtsmarkt lädt das Industrie-Museum Ennepetal am dritten Adventswochenende ein. (Foto: Claudia Eckhoff)

Ennepetal. Das Fest der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, Gießer und Hüttenarbeiter, wird im Industrie-Museum Ennepetal traditionell festlich begangen. Die Feierstunde fand am Samstag, 9. Dezember, um 17 Uhr in dem alten Backsteingebäude an der Neustraße statt. Die Mitglieder des Förderkreises Industriekultur und viele geladene Gäste wurden dabei stets vom „Chef“ des Industriemuseums, Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp, begrüßt. Der Barbara-Tag Anfang Dezember wird gern genutzt, um einen Rückblick auf die diversen Veranstaltungen im Museumsjahr zu halten.

Ein einmaliges Gebäudeensemble

Das in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Industriekultur Ennepetal vor dem Verfall bewahrte Industrie-Museum ist immer noch im Aufbau. Hier wird es auch in den kommenden Jahren noch viel zu tun geben. Das historische Gemäuer bietet ein breites Spektrum an großen Räumen, die auf eine neue Nutzung warten. Es besteht aus zwei seit 1984 denkmalgeschützten Gebäuden, die zuletzt von der Eisengießerei F.W. Kruse genutzt worden waren. In dem verschieferten Fachwerkhaus, das sich im 18. Jahrhundert ein Hammerwerksbesitzer als Wohnhaus baute, befindet sich heute das Museumsbüro. Das daneben stehende Backsteingebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Holzschraubenfabrik Bödecker, Ebbinghhaus & Co. errichtet. Das dreigeschossige gründerzeitliche Gebäude mit Sheddach, gusseisernen Säulen und Holzfußböden eignet sich nicht nur, um anhand der Museumsexponate einen Blick in die Vergangenheit der Technik, des Schmiedens und Gießens zu werfen. Hier lässt sich heute trefflich feiern, ausstellen – oder eben Markt halten.

Kreativ-Weihnachtsmarkt

Der nunmehr sechste Kreativ-­Weihnachtsmarkt wird am dritten Adventswochenende die Menschenscharen in das historische Gemäuer locken. Am Samstag, 16. Dezember, öffnet der Markt von 13 bis 20 Uhr, am Sonntag, 17. Dezember, von 11 bis 17 Uhr. Angeboten werden ausgefallene Dinge für Groß und Klein, die man gut verschenken kann, aber vielleicht doch viel lieber noch selbst behalten möchte. Willkommen Wer lieber mal vorbeischauen möchte, wenn kein Markttreiben lockt, kann das Museum an jedem ersten Sonntag von April bis November von 11 bis 18 Uhr besichtigen. Wer sich in Zukunft ehrenamtlich engagieren möchte, ist ganz besonders willkommen.