Kreditgeschäft mit Top-Ergebnis

Blickten auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück: Sparkassenchef Oliver Teske (links) und sein Vorstandskollege Bodo Bongen. (Foto: Frank Schmidt)

Ennepetal. (zico) Bestens erholt von den Folgen der Wirtschaftskrise präsentierte sich die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld im Jahr 2010. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, freute sich den auch Sparkassenchef Oliver Teske im Rahmen der Bilanzpressekonferenz über fast durch die Bank positive Zahlen: „In einer Vielzahl wichtiger Geschäftsfelder konnten wir im zurückliegenden Jahr nachhaltig Zuwächse erreichen.“

So stieg die Bilanzsumme stieg im Jahr 2010 um 4,3 Prozent auf 662,9 Millionen Euro. Im Kreditgeschäft wurden herausragende Ergebnisse erzielt. Die Wohnungsbaufinanzierungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 45,7 Prozent auf 18,2 Millionen Euro; bei den Zusagen für gewerbliche Darlehen stand sogar ein Plus von 93,6 Prozent zu Buche. Die Kundeneinlagen wuchsen um 22,6 Millionen Euro auf 506 Millionen Euro, was einem Plus von 4,7 Prozent entspricht. „Allerdings“, so Teske, „wird das Jahresergebnis wird durch die Inanspruchnahme der krisen-geschüttelten WestLB belastet.“

Anschließend ging der Vorstandsvorsitzende ins Detail. „Das Bilanzsummenwachstum um 27,2 Millionen Euro auf 662,9 Millionen Euro resultiert aus der positiven Entwicklung unseres Kreditgeschäfts und der trotz des stärkeren Wettbewerbs erfreulichen Zunahme der Kundeneinlagen“, erläuterte Teske: „Es spiegelt die deutlich verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder.“

Auch im Kreditgeschäft blickt die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit einem Zuwachs von 53 Prozent wurden im zurückliegenden Jahr 56,6 Millionen neue Darlehen und Kredite vergeben.

Viele Kunden nutzten das niedrige Zinsniveau auch, um sich ihren Traum von der eigenen Immobilie zu erfüllen. Dies löste einen „kleinen Boom“ aus. Die Zusagen für private Wohnungsbaufinanzierungen stiegen im Jahr 2010 um 45,7 Prozent bei einem Finanzierungsvolumen von 18,2 Millionen Euro auf einen Bestand an Wohnungsbaufinanzierungen in Höhe von 155,5 Millionen Euro.

Die guten Konjunkturaussichten führten zu einer spürbaren Zunahme der Investitionsbereitschaft bei den heimischen Unternehmen. Auch dies fand seine Entsprechung in der Jahresbilanz. Bei den Zusagen für Darlehen an Unternehmen und Selbständige erreichte die Sparkasse im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 93,6 Prozent bei einem Finanzierungsvolumen von 24,3 Millionen Euro auf einen Bestand an gewerblichen Darlehen in Höhe von 142,1 Millionen Euro. „Für die Ennepetaler und Breckerfelder Unternehmen sind wir weiterhin der verlässliche Partner“, resümierte Oliver Teske.

Deutlich gestiegen sind auch die Kundeneinlagen. Diese erhöhten sich im zurückliegenden Jahr um 22,6 Millionen Euro beziehungsweise 4,7 Prozent auf 506 Millionen Euro. Damit wurde der Durchschnitt des Zuwachses im Verbandsgebiet, der bei 3,2 Prozent liegt, noch klar übertroffen. Dabei standen kurzfristige und insbesondere sichere Geldanlagen im Anlageinteresse der Kunden. Insbesondere die Spareinlagen erlebten eine Renaissance. Mit einem Plus von 8,1 Millionen Euro erhöhten sie sich auf 238 Millionen Euro. Die kurzfristigen Kundeneinlagen (Sicht- und Termingelder) nahmen um 19,5 Millionen Euro zu. Das entspricht einer Erhöhung um 9,9 Prozent.

„Bei den Wertpapierumsätzen konnten wir zwar im Jahr 2010 noch nicht an das Vorjahresniveau anschließen, sind aber sehr optimistisch, dass sich die Wertpapiernachfrage in diesem Jahr wieder beleben wird und wir spürbare Zuwächse verzeichnen können“, blickte Oliver Teske auf die kommenden Monate. Wurden im Jahr 2008 noch Ankäufe im Wert von 63,8 Millionen Euro getätigt, waren es 2010 gerade noch 21,1 Millionen Euro – ein deutlicher Beweis für das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Kunden nach der Wirtschaftskrise.

Ebenso habe sich das Vermittlungsgeschäft mit den Partnern LBS und Provinzial Versicherung im zurückliegenden Jahr „durchaus zufriedenstellend“ entwickelt. So wurden 359 Bausparverträge mit einem Vertragsvolumen in Höhe von 8,6 Millionen Euro vermittelt, im Vorjahr waren es 8,5 Millionen Euro.

Grund für die hohe Akzeptanz der Sparkasse sei auch die hohe Beratungsqualität, so Teske: „Im zurückliegenden Jahr führten unsere Berater und Vermögensmanager 2.300 Finanzkonzept-Gespräche durch. Über 80 Prozent der Befragten bewerteten die Beratungsqualität bei der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld als gut bis sehr gut.“

Allerdings wird das Jahresergebnis wegen der Bildung einer „WestLB-Rücklage“ mit 400.000 Euro belastet. „Rechnet man die Zinslast dazu, kommt man auf eine Summe von 590.000 Euro für die WestLB“, rechnete der Sparkassenchef vor: „Trotzdem werden wir für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von 1,1 Millionen Euro ausweisen. Dieser entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis.

Überdies verwies Oliver Teske auf das soziale Engagement der Sparkasse: „Über unsere positive Geschäftsentwicklung konnten sich im letzten Jahr 98 Vereine und Initiativen freuen – 68 in Ennepetal und 30 in Breckerfeld. Die Gesamtspendensumme belief sich auf 300.000 Euro. Die Sparkassenstiftungen in Ennepetal und Breckerfeld erhielten von uns im vergangenen Jahr Zustiftungen in Höhe von 500.000 Euro – 400.000 Euro für Ennepetal, 100.000 Euro für Breckerfeld. Mit den Erträgen des Stiftungsvermögens möchten wir neben unserem Spendenengagement das kulturelle, gesellschaftliche und soziale Leben in den beiden Kommunen nachhaltig unterstützen und bereichern.“

Aufgrund der guten Konjunkturaussichten, der spürbar zugenommenen Investitionsbereitschaft der Unternehmen und des auch auf Sicht weiterhin günstigen Zinsniveaus blicken Teske und sein Vorstandskollege Bodo Bongen sehr zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2011.