Kummers Geschichten wecken Phantasie

Ennepetal. (zico) „Das Schreiben tut mir gut, und das Geld, das ich damit verdiene, ist gar nicht so wichtig“, sagt Buchautorin Britta Kummer. Dass sie mit ihren Büchern aber auch ihren Lesern viel zu geben hat, bewies die 44-jährige mit Veröffentlichungen auf vielen Themenfeldern – sei es mit der Publikation „Plötzlich MS: Das Leben mit einer tückischen Krankheit“, in der sie ihre Lebensgeschichte nachzeichnet, oder auch mit diversen Kochbüchern, zum Beispiel über „Low Carb“ oder die vegetarische Küche. Aktuell aber hat die Ennepetalerin besondere Freude am Verfassen von Kinderbüchern, denn damit begann sie vor vier Jahren auch ihre Autorinnen-Karriere.

Nach „Willkommen zu Hause, Amy“ und „Die Abenteuer des kleinen Finn“ ist nun ihr drittes Werk für kleine Leser auf dem Markt: „Kummers Kindergeschichten“ (Books on Demand, 6 Euro). Es ist eine Sammlung von 22 Kindergeschichten, zu denen auch ihre Eltern Christel und Reinhold einige Erzählungen beigesteuert haben. Ebenso sind ihre autorenfreundin Heidi Dahlsen und ihre erst fünfjährige Tochter Melissa mit einer Geschichte vertreten. „Die Kleine erzählt so aufgeweckt, da habe ich ihre Erzählung an den Anfang des Buches gestellt“, sagt Britta Kummer.

Bilden ein erfolgreiches Trio: Christel, Britta und Reinhold Kummer, die jetzt „Kummers Kindergeschichten“ vorgelegt haben. (Foto: privat)
Bilden ein erfolgreiches Trio: Christel, Britta und Reinhold Kummer, die jetzt „Kummers Kindergeschichten“ vorgelegt haben. (Foto: privat)

Die Kurzgeschichten drehen sich oft um Tiere, denn die fleißige Schreiberin aus der Klutertstadt ist besonders tierlieb – nicht umsonst ernährt sie sich vegetarisch. Oft sind es auch Märchen, die den Alltag vergessen machen. In jedem Fall eignen sie sich bestens zum Vorlesen, und so hat Britta Kummer auch schon einige erfolgreiche Lesungen in Schwelm, Ennepetal, Bochum und sogar am Bodensee bestritten. Solche Lesungen in Schulen oder auch Kindergärten bereitet sie sehr liebevoll vor, verteilt dabei Buntstifte, so dass die Dötze mit Phantasie das Gehörte in Bilder übertragen können. „Dabei haben sie sehr viel Spaß, und auch ich habe dann meine Freude, wenn ich so etwas mit meinen Büchern bewegen kann“, so die temperamentvolle junge Frau.

Dass sie ihre Eltern in das neue Propjekt einbinden konnte, freut sie ebenfalls sehr. „Schon bei Kummers Schlemmerkochbuch hatten wir ja ein Gemeinschaftswerk, ich mache gern etwas mit meinen Eltern zusammen“, bekennt Britta Kummer, die in vier Jahren bereits sieben Bücher herausgebracht hat und an weiteren Anthologien beteiligt war. „Mit dem Erlös“, so Reinhold Kummer, „lassen sich kleine Wünsche erfüllen, aber leben kann man davon nicht. Das ist auch völlig in Ordnung so.

Für Britta Kummer ist das Schreiben eine Art Tor zur Welt, ein Ventil, mit dem sie sich ausdrücken und Anerkennung gewinnen kann. Für ihre Leser freilich, ob jung oder alt, ist es das pure Lesevergnügen, denn Seite für Seite ist die Liebe und Begeisterung für die Sache regelrecht spürbar. So auch bei „Kummers Kindergeschichten“ (Books on Demnand, 6 Euro), die ab sofort im Handel erhältlich sind.