Laden am Kreishaus

Schwelm. (Red./je) Es ist bereits die dritte öffentliche Ladesäule für Elektroautos in der Kreisstadt. Am vergangenen Mittwoch stellten Landrat Olaf Schade und AVU-Vorstand Uwe Träris die unscheinbare „Tankstelle“ mit zwei Steckdosen vor. Am Parkplatz vor dem Kreishaus, direkt an der Ecke Lessingstraße, können Nutzer von E-Fahrzeugen ab sofort die Akkus ihrer Autos wieder aufladen.

In Schwelm ist dies mittlerweile die dritte Säule, an der sich Strom „zapfen“ lässt. Auch in allen anderen Städten ihres Gebietes hat die AVU bereits solche Stromtankstellen eingerichtet, so auch vor dem Berufskolleg Ennepetal, Wilhelmshöher Straße 11, an ihrem Stammsitz in Gevelsberg, An der Drehbank 18, am AVU-Treffpunk in der Bahnhofstraße in Schwelm sowie an der Volksbank in Niedersprock­hövel.

Etwas ist an der Ladesäule am Kreishaus jedoch besonders: Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat sie installieren lassen und wurde von der AVU im Rahmen eines Förderprogramms mit 1.000 Euro unterstützt. Diese Förderung kann jede Firma erhalten, die eine eigene Ladesäule, etwa für den eigenen Fuhrpark, aufstellen möchte.

Elektrischer Fuhrpark

Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis besitzt mittlerweile zwei E-Autos. „Das Thema Elektromobilität wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen – mit konkreten Maßnahmen wie dieser Säule leisten wir unseren Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende“, erklärte Landrat Olaf Schade und erinnerte an den kürzlich gefassten Beschluss, ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten.

Die AVU hat in ihrem Fuhrpark mittlerweile sogar bereits drei elektrisch angetriebene Fahrzeuge (der Wochenkurier berichtete) und möchte das Thema weiter vorantreiben.

„Die Suche nach einer Ladesäule muss so einfach sein wie die Suche nach einer Tankstelle. Aber es wird noch dauern, bis sich Elektrofahrzeuge durchgesetzt haben. Doch jeder Schritt zählt“, ist AVU-Vorstand Uwe Träris überzeugt.

Die Bezahlung an den E-Säulen erfolgt einfach über eine Smartphone-App. Seinen Kunden bietet der Energieversorger darüber hinaus einen speziellen Vertrag an, mit dem neben den eigenen Säulen auch bundesweit rund 1.200 Ladestationen der RWE zum „tanken“ genutzt werden können.