Ennepetal. Wenn sich am 4. und 5. November zum 34. Mal die Türen im Haus Ennepetal zur Internationalen Edelstein- und Mineralienbörse öffnen, warten Aussteller aus allen Teilen der Republik, aber auch aus dem Ausland, auf die Besucherinnen und Besucher. Die weiteste Anfahrt hat ein Aussteller aus Marokko: Über 3.000 Kilometer ist das Mineralien-und Fossilienzentrum Midelt von der Klutertstadt entfernt.

Dass die Edelstein- und Mineralienbörse in Ennepetal von vielen tausend fachkundigen Besuchern frequentiert wird, hat sich auch bei den Nachbarn in den Niederlanden herumgesprochen. Von dort reisen in diesem Jahr sechs Aussteller an, darunter auch zwei neue, die versprochen haben, eine Vielzahl von ausgesucht schönen Mineralien aus alten Sammlungen zu präsentieren. Kaum noch erhältliche Schätze aus vor vielen Jahren geschlossenen Kohlegruben des Bergbaus im Ruhrgebiet präsentiert Christian Bley aus Hagen. Liping Sun aus Lippstadt hat angekündigt, besonders seltene Dinosaurier-Fossilien aus ihrer alten Heimat China mitzubringen.

Jeder Winkel der oberen Ebene im Haus Ennepetal wird in diesem Jahr genutzt und so können sich die Besucher aus nah und fern auf fast 300 Meter Ausstellungstische freuen, auf denen insgesamt etwa 60 Aussteller ein umfangreiches Angebot an Mineralien, Fossilien, Edelsteinen, Schmuck und Sammlerzubehör anbieten werden.

Historische Diamanten

Eine der weltweit größten Sammlungen von Nachbildungen historischer Diamanten ist im Besitz des Ennepetaler Diplom-Mineralogen Claus Hagemann. In über 30 Jahren hat er mehr als 300 Exponate zusammengetragen. „In einer der Sonderschauvitrinen im Foyer werde ich in diesem Jahr die ‚Top 25‘ meiner Sammlung präsentieren“, erklärt der Veranstalter der Börse. So können Alt und Jung aus ­nächster Nähe bestaunen, wie die weltberühmten Diamanten, die es sonst nur in Museen zu bestaunen gibt oder die versteckt in Privatsammlungen ihr Dasein fristen, in Form, Größe und Schliff aussehen.

Ein weiteres Highlight sind die „Achate aus den Diamantvorkommen in Südafrika“, die Annette und Christian Köstenbauer aus Kettershausen im Unterallgäu in zwei weiteren Sonderschauvitrinen im Tagungsraum präsentieren. Am Messestand von „Baba-Yaga Edelsteinträume“ werden die beiden gerne über die abenteuerliche Reise auf die Diamantfelder berichten. Zwischen tagelangen Regenfällen und glutheißer Sonne wurden auch in Nachbarschaft von Schlangen und Skorpionen, Achate mit oftmals einzigarten Strukturen gefunden.

Schatzsuche für die Kleinen

Auch für Nachwuchs-Gemmologen wie Maria wird bei der Edelstein- und Mineralienbörse am 4. und 5. November im Haus Ennepetal einiges geboten. (Foto: Claus Hagemann)

Für alle Edelsteinschürfer heißt es „höchste Konzentration“, damit auch sicher kein Schatz verloren geht. Gleich am Eingang können Kinder unter Anleitung der „VFMG Berg Mark“ ihr Glück versuchen und nach kleinen funkelnden Steinchen suchen.

Altmetall oder Edelmetall in der Schublade der Oma gefunden? Diese Frage beantwortet der Wuppertaler Goldschmied Thilo Fröschke nach einem kostenlosen Test der mitgebrachten Schätze. Flaschenglas? Turmalin? Oder gar ein wertvoller Smaragd aus Kolumbien? Bei diesen und anderen Fragen rund um das Thema Edelsteine können sich die Besucher an den ­Hohenlimburger Gemmologen Frank Müller wenden, der im Foyer seine Untersuchungsgeräte mit spannenden Namen wie Refraktometer oder Polariskop aufgebaut hat. Für die Beantwortung der Frage „Glas oder Diamant?“ zeichnet der Schwelmer Jürgen Jungus an seinem Stand im großen Saal verantwortlich.

Vorträge im Hörsaal

Von „Lucy und ihren Kindern“ berichtet in diesem Jahr Klaus Schäfer in einem seiner speziell für Kinder ausgearbeitetem Vorträge im Hörsaal. Dass der Mensch vom Affen abstammt, das ist bekannt, aber der Homo Sapiens Sapiens („Jetztmensch“) war nicht einfach „da”. Die Entwicklung begann vor langer Zeit in Afrika. Eine der bekanntesten Vorfahren des Menschen ist eine Hominide der Gattung „Australopithecus Afarensis” mit dem Namen Lucy.

Auch Klaus Becker von der Volkssternwarte Ennepetal wird seine Zuhörer wieder mit spannenden Vorträgen begeistern.

Der Veranstalter der Börse, Claus Hagemann, wünscht sich in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord. „Sollte das gelingen“, verspricht Claus Hagemann, „werde ich aus eigener Tasche den Erlös aus der Mineralientombola verdoppeln. An welche Organisation die Spende in diesem Jahr übergeben wird, wird erst kurz vor der Veranstaltung festgelegt.“

Die Mineralienbörse findet im Haus Ennepetal, Gasstraße 10, statt. Sie ist am Samstag, 4. November, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 5. November, von 11 bis 17 Uhr für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Familienkarte kann für acht Euro erworben werden. Kinder bis zwölf Jahre haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt.

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Schicken Sie uns einfach bis kommenden Mittwoch, 25. Oktober, 15 Uhr eine E-Mail oder Postkarte mit dem Betreff bzw. Stichwort „Diamant“ an redaktion-en@­­wochenkurier.de bzw. den Wochenkurier Mittelstraße 63, 58285 Gevelsberg.

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