Nach vier Spieltagen ist der VfL obenauf

EN-Kreis/Bochum. (zico) Nach vier Spielen an der Tabellenspitze – nur die wenigsten Fußballfreunde hätten unserem VfL einen solchen Traumstart zugetraut.

Im Auftaktmatch vor 18.146 Zuschauern im Rewirpower-Stadion trennte sich der VfL mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden von der SpVgg Greuther Fürth. Simon Terodde brachte die Blau-Weißen bei seinem Debüt nach einem haarsträubenden Abwehrfehler der Franken in Führung (15.). Nur drei Minuten später glich Kacper Przybylko für die Gäste aus (18.), nach dem Stefano Celozzi eine viel zu kurze Rückgabe auf Andi Luthe gespielt hatte.

Diesem Remis folgte der erste Auswärtssieg in Aue seit dem 1. Mai 2006 – und zwar ein spektakulärer. Vor 8.850 Zuschauern gelangen zweimal Sestak (5., 28.), zweimal Terodde (66., 78.) und Tasaka (41.) mit einem direkt verwandelten Freistoß die Treffer zum 5:1 (3:1)-Erfolg beim FC Erzgebirge. Okoronkwo sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Auch im dritten Saisonspiel blieb der VfL Bochum unbesiegt. Vom 1. FC Union Berlin trennte sich die Neururer-Elf vor mit 16.307 Zuschauern stark besetzter heimischer Kulisse 1:1 (0:0)-Unentschieden. Nach torloser erster Hälfte brachte Sören Brandy Union in Führung (49.). Bochums neuer Goalgetter Simon Terodde glich gegen seinen Ex-Klub aus (69.).

Und sogar beim Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig trumpfte die Neururer-Truppe mit einem 2:1 (1:1)-Sieg groß auf. In der Stadt Heinrichs des Löwen gewann die Elf von der Castroper Straße auch ihr zweites Auswärtsspiel der Saison. Vor 22.725 Zuschauern entschied Simon Terodde mit einem Doppelpack (5., 77.) die Partie gegen den Deutschen Meister von 1967. Boland glich zwischenzeitlich aus (17.).

Erstmals in dieser Spielzeit musste Cheftrainer Peter Neururer dabei seine Startelf umbauen. Kapitän Andreas Luthe konnte aufgrund einer im Abschlusstraining erlittenen Wirbelstauchung nicht auflaufen, Michael Esser übernahm die Position zwischen den Pfosten und machte seine Sache hervorragend.

Am Freitag, 12. September, 18.30 Uhr, möchte der VfL Bochum seine weiße Weste gegen den Karlsruher SC natürlich wahren. Allerdings sind die Karlsruher mit ebenfalls acht Zählern Tabellenfünfter und werden dem VfL ein echtes Spitzenspiel liefern.