Neugier auf Menschen und neue Medien

Fand bei der Sparkasse Gevelsberg ihren Traumjob: Susanne Maresch (45). (Foto: Frank Schmidt)

Gevelsberg. (zico) „Ich habe in Gevelsberg meinen Traumjob gefunden“, sagt Susanne Maresch, neue Sprecherin der Stadtsparkasse Gevelsberg und damit Nachfolgerin von Nadine Philipp-Bludau, bei der sich Nachwuchs eingestellt hat. Die 45-jährige ist seit Jahresbeginn Leiterin der Abteilung Marketing/Medialer Vertrieb, wie die Funktion offiziell bezeichnet wird, kümmert sich mit ihrem Team gleichzeitig um die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit und sorgt dafür, dass der Internet-Auftritt des Geldinstitutes stets auf dem neuesten Stand ist.

Susanne Maresch kam vom Düsseldorfer Büro des Deutschen Sparkassenverlages an die Ennepe und war zuvor drei Jahre für die Gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) tätig, die sich unter anderem für einen fairen Handel mit gerechten Preisen gegenüber ärmeren Ländern stark macht. Davor stand die Diplom-Ökonomin zwölf Jahre lang in Diensten der Deutschen Bank. „Deutschland ist sehr gut aus der Wirtschaftskrise herausgekommen“, konstatiert die Wirtschaftsexpertin, die auf eine ganzheitliche Beratung der Sparkassenkunden setzt: „Das Bruttoinlandsprodukt hat von 2009 auf 2010 den höchsten Sprung in der Nachkriegsgeschichte gemacht.“

„Mir liegt einfach die Kombination von Zahlen und Worten“, begründet Susanne Maresch, warum ihr die neue Aufgabe in der Engelbertstadt so viel Freude macht. Kein Wunder, denn sie geht gern auf Menschen zu. Deshalb ist sie auch gern auf Reisen – sowohl in ferne Länder als auch innerhalb Deutschlands, wo es sie vor allem immer wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zieht – „mindestens zweimal pro Jahr“, wie sie lächelnd erklärt. Hier lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft. Die Eltern nämlich waren kurz vor dem Mauerbau in den Westen geflohen und kamen ins Bergische Land. So findet Deutsche Geschichte ihre Entsprechung eben auch im Lebenslauf der neuen Sparkassensprecherin.

„Wenn ich in fremde Länder reise, dann tue ich das in der Regel mindestens zweimal – zunächst mit der Kamera, mit der ich auf Motivsuche gehe. Beim zweiten Mal lasse ich mich dann mehr treiben, gebe mich den Beobachtungen des Alltags hin“, schildert Susanne Maresch, wie sie sich ein Land erschließt. Ihre weiteste Reise führte sie nach Südamerika – „die allerdings aus beruflichen Gründen für die Gepa“ – , und zuletzt führte ihr Weg in die Türkei. „Ich war 2007 zum ersten Mal in Istanbul und bin dort auf den Geschmack gekommen, Türkisch zu lernen. Das ist immerhin die zweitmeist gesprochene Sprache in unserem Land“, sieht das neue Gesicht der Sparkasse Gevelsberg auch den konkreten Nutzen des Lernens daheim in Deutschland: „Türkisch ist zudem eine recht einfache Sprache, und ich denke, dass es umgekehrt sehr schwierig für Türken sein muss, vor diesem Hintergrund Deutsch zu lernen.“

Als spannend empfindet sie zudem die Auswirkungen der neuen Medien auf die Gesellschaft. „Sie helfen mir zum Beispiel, den Kontakt zu vielen Freunden zu pflegen. Ich verfolge aber auch mit großem Interesse, welche politischen Entwicklungen soziale Netzwerke wie etwa Facebook ganz aktuell in anderen Ländern befördern helfen“, so die weltoffene Wuppertalerin: „Als ich für die Gepa gearbeitet habe, wohnte ich drei Jahre lang in Baden-Württemberg. Ich habe dort festgestellt, dass ich mehr in den Norden gehöre.“

In den ersten Wochen und Monaten erkundet sie nun ihren neuen Wirkungskreis, geht gern zu Fuß durch die Stadt und fährt auch mal einen Umweg, um Gevelsberg kennen zu lernen. Und sie fiebert ihrer ersten Kirmes entgegen, die sie bislang nur vom Hörensagen kennt. „Das muss ja ein ganz besonderes Volksfest sein“, schmunzelt Susanne Maresch. Gelegenheiten, auf Menschen zuzugehen, wird sie dabei sicherlich reichlich finden…