Polizeiwache Gevelsberg: 65.000 Euro investiert

Gevelsberg. (zico) Als klares Bekenntnis zum Polizeiwachenstandort Gevelsberg am Großen Markt im Rathaus werteten Landrat Dr. Arnim Brux und Bürgermeister Claus Jacobi die Investition von circa 65.000 Euro in die Modernisierung der Räumlichkeiten und des Eingangsbereiches der Wache. „Dies ist ein schöner Termin, nicht nur für die Dienst tuenden Kollegen, sondern auch für die Bürger, die sich eine Polizeiwache im Herzen der Stadt wünschen“, sagte der Landrat bei der Vorstellung der renovierten Räume in dieser Woche. Da in Kürze auch der Mietvertrag für die Polizeiwache um weitere fünf Jahre verlängert wird, ist der Fortbestand trotz allgemeiner Tendenz zur Zentralisierung gesichert. Die nun erfolgten Modernisierungen waren Voraussetzung dafür, den Standort beibehalten zu können.

Frisches Grün für frische Räume: (von links) Der stellvertetende Leiter der Gevelsberger Polizeiwache, Falko Elbers, Bürgermeister Claus Jacobi, Landrat Dr. Arnim Brux, Polizeidirektor Klaus Noske und GdP-Vorsitzender Rainer Peltz. (Foto: Frank Schmidt)

„Wir müssen diese Wache erhalten“, hob Dr. Brux noch einmal die Notwendigkeit von Polizeipräsenz an diesem exponierten Standort hervor und kündigte an, dass eine Aufgabe mit ihm als Landrat nicht zu machen sei. Claus Jacobi nahm den Ball auf und drückte seine Hoffnung aus, dass der Landrat für eine weitere Amtsperiode kandidieren möge. Viele Akteure hatten sich für Erhalt und Modernisierung stark gemacht, darunter vor allem auch der heimische Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer (SPD), dessen Einsatz von Claus Jacobi entsprechend gewürdigt wurde. „Polizeibeamte und Stadtverwaltung pflegen hier im Rathausgebäude ein sehr kollegiales Miteinander, nicht nur in Sachen Öffentliche Sicherheit und Ordnung, sondern auch im Bereich Bürgernähe und Service“, sagte der Bürgermeister: „Als wir mit Kämmerer Andreas Saßenscheidt überlegten, ob sich Gevelsberg den städtischen Anteil von 50.000 Euro an dieser Maßnahme leisten kann, kamen wir schnell zu der Überzeugung, dass wir uns diese Investition einfach leisten müssen.“ Weitere 15.000 Euro wurden von der Kreispolizeibehörde in polizeitechnische Maßnahmen investiert.

Polizeidirektor Klaus Noske und Reinhard Wieczorek vom Dezernat Technik bei der Kreispolizeibehörde erläuterten gegenüber dem wochenkurier die Arbeiten im Detail. So seien unter anderem der Eingangsbereich und der Hinterausgang zur Tiefgarage den neuesten sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst worden, unter anderem mit dem Einbau stärkerer Panzerglasscheiben. Es gibt nun einen modernen Schleusenbereich, der den öffentlichen Teil der Wache vom nichtöffentlichen trennt, und auch Beleuchtung und Gegensprechanlagen genügen den neuesten Standards. Investiert wird in diesem Jahr auch noch in den Digitalfunk, der bereits im Juni in die Wagen einziehe und zum Jahresende auch in die Wache – ab November läuft ein erweiterter Probebetrieb, spätestens Anfang 2013 erfolgt die endgültige Umstellung. „Das bedeutet aber nicht, dass der Analogfunk abgestellt wird. Er ist bis auf weiteres nötig, um mit Einrichtungen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk oder auch DRK kommunizieren zu können“, so Wieczorek.

Eingeweiht worden war die Wache an diesem Standort am 2. Mai 1968 – eine vom Gevelsberger Journalisten zum 25-jährigen Jubiläum erstellte Chronik machte beim Vorstellungstermin noch einmal die Runde. Die Glückwünsche zu Renovierung und Fortbestand nahm stellvertretend für Wachleiter Rüdiger Kalthaus der Leiter der Ennepetaler Wache, Falko Elbers, entgegen.