Schnelles Internet: Kreis erhält Förderung

EN-Kreis. (pen) Der Ausbau des schnellen Internets im Ennepe-Ruhr-Kreis nimmt weiter Fahrt auf. Grünes Licht bekommt der Kreis jetzt auch vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Mit rund 9 Millionen Euro fördert der Bund den Breitbandausbau im Kreis.
„Der Zugang zum schnellen Internet ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Teilhabe der Bürger an der Digitalisierung. Mit der Förderung vom Bund erhält der Ausbau im Kreis einen bedeutenden Schub“, freut sich Landrat Olaf Schade über den positiven Förderbescheid.
Fördergelder
Um den flächendeckenden Netzausbau voranzutreiben, unterstützt nicht nur der Bund den Ausbau des schnellen Internets in den Kreisen und Kommunen, sondern auch das Land Nordrhein-Westfalen. Beantragt hatte der Kreis für den Ausbau im gesamten Kreisgebiet insgesamt fast 18 Millionen Euro Fördergelder. Davon wurden jetzt rund 50 Prozent (8.953.013,22 Euro) aus dem Bundesförderprogramm bewilligt. Die anderen 50 Prozent (8.775.975,52 Euro) steuert das Land Nord­rhein-Westfalen aus dem Landesförderprogramm bei.
Über 80 Prozent
Von 70 auf 85 Prozent der Haushalte in drei Jahren – so lautete im vergangenen Jahr das Ziel der Kreisverwaltung in Sachen schnelles Internet. Schon jetzt ist die Umsetzung weit vorangekommen, wie der Breitbandbeauftragter des Kreises, Ulrich Schilling, bestätigt: „Wenn die letzte Baugrube in diesem Jahr wieder geschlossen ist, werden nicht mehr 70 sondern bereits über 80 Prozent der Haushalte im Kreis mit Leitungen versorgt sein, die eine Surfgeschwindigkeit von bis zu 50 Mbit/s möglich machen“.
Doch nicht nur die Städte sollen profitieren, sondern auch die Bürger auf dem Land und in den Siedlungen außerhalb der Städte. Der Kreis will einen möglichst großflächigen Glasfaserausbau, der vor allem mithilfe der Fördergelder jetzt vorangetrieben werden kann. „Die bewilligten Fördergelder machen den Weg frei, um bis zu 95 Prozent der Haushalte auch in den Außenbereichen mit schnellem Internet zu versorgen“, so Schilling.
Die Breitbandversorgung in den Gewerbegebieten des EN-Kreises kann sich schon jetzt im Gegensatz zu den meisten anderen Kreisen in Nord­­rhein-Westfalen sehen lassen. Mit den bewilligten Fördergeldern wird es nun möglich sein, auch bei den letzten Gewerbegebieten und Unternehmen die ­Glas­faseranschlüsse bis vor die Tür zu legen, sodass nur noch geringe Anschlusskosten für die Unternehmen fällig werden.
Bis Ende 2019
Erteilt wird der Förderbescheid des Bundes im August in Berlin. Anschließend kann die europaweite Ausschreibung vorbereitet und voraussichtlich noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Die Zeit der Baumaßnahmen bis hin zum Abschluss des Projektes schätzt Breitbandbeauftragter Schilling auf Ende 2019.