Schwelmer Heimatfest

Schwelm. (saz) Es war ein schweres Jahr seit dem letzten Heimatfest für die Nachbarn am Fronhof. Durch Krankheits- und Todesfälle fanden sie sich personell sehr gebeutelt.

Die Fronhofer sind die kleinste der 13 Nachbarschaften und da fällt es auf, wenn plötzlich weniger helfende Hände vorhanden sind. Da wird es schwierig, die geplanten Beiträge rechtzeitig zum Heimatfestzug fertigzustellen. Und so musste man schweren Herzens erstmals die eigene Darbietung absagen.

Dafür will man dann aber zum Heimatfest 2017 wieder richtig durchstarten. „Das Geld, was wir jetzt sparen, wird nicht anderweitig ausgegeben“, erklärt Obernachbar Hans-Jürgen Knoch. „Das fließt alles in den Bau für das nächste Jahr.“

Und für das kommende Jahr hat Knoch ein gutes Gefühl. Vor allem in Hinblick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen: „Auf unserem Sommerfest haben sich ganz viele gemeldet, die in Zukunft mitmachen wollen.“ Erfreulicherweise seien auch viele Jüngere darunter gewesen. „Die machen unseren Altersdurchschnitt allerdings dann kaputt“, scherzt der Obernachbar. Dieser habe früher bei 70 Jahren gelegen.

Wenn dieser im kommenden Jahr gesenkt wird, ist das natürlich als positive Entwicklung zu sehen. Jüngere Mitglieder bedeuten auch jüngere Hände, die beim Bau für das nächste Jahr helfen können.

Eins fehlt jedoch noch zum absoluten Glück: ein Bauplatz. „Bei uns am Fronhof können wir nicht bauen“, bedauert Knoch. „Da ist es zu eng und wir kämen mit dem bebauten Wagen gar nicht mehr raus.“ In den letzten Jahren musste man sich immer irgendwie aushelfen, so baute man mal hier, mal dort. „Ein eigener Bauplatz wäre wirklich eine tolle Sache.“

Ganz ohne Fronhofer findet der diesjährige Heimatfestzug natürlich nicht statt: Ein Wagen mit Standarte wird beim Festzug rollen.