„Schwimm In und Africana“

Gevelsberg. (zico) Gevelsberg hat eine neue Top-Attraktion mit einer Strahlkraft, die über die Grenzen der Region hinaus reicht: Das „Schwimm In und Africana“ bietet vor allem mit seinem einzigartigen Saunadorf Gästen, die Wellness und Entspannung suchen, ein ideales Ambiente, um etwas für ihre Gesundheit zu tun und gleichzeitig zum Alltag abzuschalten.

Vor der Wiedereröffnung am Samstag, 25. Januar 2012, 9.30 Uhr, nach 14-monatigem Umbau gab‘s in dieser Woche für gut 300 Gäste die Gelegenheit, die neue Wohlfühl-Oase auszuprobieren – darunter auch wochenkurier-Redakteur Frank Schmidt. Der testete als kundiger Saunagast besonders die völlig neu konzipierte Saunalandschaft – und zeigte sich nach einem fünfstündigen Aufenthalt begeistert:

Gemütliche Ruhezonen bieten dem Gast im „Africana“ zwischen den Saunagängen Behaglichkeit in stilechtem Ambiente. (Foto: Frank Schmidt)

Ein kleines, rotes Armband mit einem runden Chip, der aussieht wie eine blinde Uhr, ist der Schlüssel zum „Urlaub im Africana“. Der kleine Alleskönner sorgt für den problemlosen Einlass in den Saunabereich, öffnet und schließt den Garderobenschrank im großzügigen Umkleidebereich um merkt sich mit moderner Technik sogar den Betrag, der beim Verzehr von Speisen und Getränken im Gastronomie anfällt und der erst am Ende des Africana-Besuchs zu entrichten ist. Nach einer kurzen Einweisung ist der Umgang mit dem kleinen Wunderwerk kinderleicht.

Steigt man die wenigen Stufen zwischen Umkleiden und dem eigentlichen Saunabereich hinab, so taucht man in ein Ambiente ein, das deutlich, aber nicht aufdringlich-plakativ vom schwarzen Kontinent geprägt ist. Elefanten, Giraffen, Speere und Spieße, dunkles Holz und warmes Licht sind Elemente einer Welt, in der man die Hektik der alltäglichen Geschäftigkeit hinter sich lässt. In den Regalen ist genug Platz für Handtücher, Bücher und andere persönliche Sachen, die man während des Aufenthalts braucht. Nach der obligatorischen Dusche beginnt der Streifzug durch das Saunadorf, das großzügig, aber nicht zu weitläufig gestaltet ist. Sieben Saunen und zwei Dampfsaunen bieten vielfältigstes Schwitzvergnügen und lassen keine Wünsche offen. Ein Überlick:

Außenbereich

  • Wadi-Sauna: Betritt man den Außenbereich, der wie ein afrikanisches Dorf gestaltet ist, lädt linker Hand zunächst die Wadi-Sauna zum Besuch ein. Sie ist aus Kelo gebaut, sehr hartem, abgestorbenem und natürlich getrocknetem Holz, welches über Jahrzehnte durch Dehydrierung im trockenkalten Polarklima entsteht, nachdem der Baum altersbedingt sein Wachstum eingestellt hat. Die Wadi-Sauna eignet sich mit ihren 90 Grad Celsius für Gäste, die es gern heiß mögen und bietet mit dem Wenik-Aufguss ein Schwitzvergnügen, wie es zum Beispiel gern in Russland gepflegt wird. Es handelt sich um ein wohl tuenden Birkensud-Aufguss. Leichte, natürlich schmerzfreie Schläge mit in den Sud getauchten Birkenzweigen regen dabei die Durchblutung an.
  • Savannen-Sauna: Der Aufenthalt in diesem runden Lehmhaus hat esotherisch-entspannenden Charakter. Hier gibt es keine Aufgüsse, sondern Zeremonien, und die Temperatur ist mit 70 Grad moderat. In der Zeremonie „Reise zum Nil“, die die Gäste am besten liegend genießen sollten, sorgen die Töne von Klangschalen und Schoko-Minze-Duft für entspannendes Wohlgefühl. In der von ruhiger „Savannen-Zeremonie“ umschmeichelt die mit Palmenblättern verwedelte Luft sanft den sich entspannenden Körper.
  • Höhlen-Sauna: Auch hier gibt es keine Aufgüsse, dafür aber eine urtümliche, von ornagefarbigem licht getragene Atmosphäre. Bei 65 Grad Wärme entfalten hier Himalaya-Salzkristalle ihre wohltuende Wirkung für Haut und Atemwege.
  • Mandhari-Sauna: Die größte Sauna des Africana mit 90 Grad Celsius bietet bis zu 60 Menschen Platz und sorgt mit außergewöhnlichen Aufgüssen für viel Abwechslung. Der Sahara-Aufguss ist der heißeste im Africana überhaupt – Eis auf heiß lautet hier das Motto, bei dem man so richtig ins Schwitzen kommt. Gegen Ende der drei Aufgüsse erhalten dann auch die Gäste einige Eiswürfel in die Hand, die an Schläfen, Handgelenken und anderswo für etwas Abkühlung sorgen. Der von den Saunameistern um Anja Beilich und Sascha Heuser selbst kreierte Africana-Aufguss hingegen lässt die Besucher mit drei verschiedenen Duftaromen an einem Festival der Sinne teilnehmen. Beim Safari-Aufguss werden die Saunagäste gleich von zwei Saunameistern verwöhnt, und beim Savannen-Aufguss wird die warme Luft mit Palmenzweigen zugewedelt.

Innenbereich

  • Massai-Sauna: In der 80-Grad-Sauna im Innenbereich warten Salz- und Honig-Aufgüsse auf die Besucher. Jeweils nach dem zweiten Aufguss wird die Haut mit Salz- beziehungsweise Honig eingerieben, was für einen angenehmen Peeling-Effekt sorgt. Alte Hautschuppen lösen sich, und die Haut wird samtweich. Da der Honig warm ist, klebt er nicht mehr, und die Vitamine ziehen in die Haut ein, um dort ihre positive Wirkung zu entfalten.
  • Bantu-Sauna: Eine 80-Grad-Celsius-Sauna für Puristen, die das reine, entspannte Schwitzen in der Stille den Aufgüssen und Zeremonien vorziehen.
  • Kalahari-Sauna: Diese Sauna bietet mit moderaten 50 bis 60 Grad Temperaturen für Einstieger. Wechselnde Lichteffekte sorgen hier für eine anregende Wohlfühl-Atmosphäre.
  • Außerdem laden das „Zulu“-Dampfbad und das Kräuter-Dampfbad mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit zum Aufenthalt ein.
Erlebnisschwimmen statt Badeanstalt: Das neue „Schwimm In“ bietet höchste Aufenthaltsqualität. (Foto: Frank Schmidt)

Die Vielfalt der Angebote legt eines Nahe: Das „Africana“ kann man nicht komplett an einem Tag kennen lernen – dies würde das Gegenteil von dem bedeuten, was das von DSBG-Mitarbeiterin Verena Adler so liebevoll gestaltete Saunadorf verspricht – Stress statt wundervoller Entspannung. Ich entscheide mich zunächst für einen Aufenthalt in der Wadi-Sauna, nehme dann an der Zeremonie „Reise am Nil“ teil, die mich in einen fast Trance-ähnlichen Zustand versetzt, und gönne mir zum Abschluss den heißen Sahara-Aufguss, der den Schweiß wirklich aus allen Poren fließen lässt. Herrlich!

„Marakele“ heißt dieser Ruhebereich, der zum Entspannen einlädt. (Foto: Frank Schmidt)

Zwischendurch sorgt ein Aufenthalt im Gastronomiebereich „Hakuna Matata“, der sich mit seinem geschmackvollen Ambiente nahtlos ins afrikanische Ambiente einpasst, für leibliche Stärkung. Ich wähle einen leckeren Salatteller mit verschiedenen Blattsalaten und einem Hähnchenspieß – köstlich und empfehlenswert! Die Ruhezonen, zum Beispiel die „Marakele“, laden zwischen den Saunagängen zum Verweilen ein. Sie bieten Behaglichkeit und Kamin-Atmosphäre. Und auch das Areal des Schwimm In ist nicht nur für reine Wasserfreunde völlig neu gestaltet – auch der Saunagast sollte in dieses neue Schwimmvergnügen eintauchen.

Im afrikanischen Ambiente lässt sich im „Schwimm In und Africana“ herrlich entspannen. (Foto: Frank Schmidt)

Veredelt wird der Besuch im Africana mit den Massagen im „Bahati Spa“ – Angelika Briel, Britta Remmel und Katharina Gahlen verwöhnen die Gäste hier mit neun verschiedenen Massagen sowie mit Körperpeeling. Für einen Redakteur empfiehlt sich besonders die Rücken-Schulter-Nacken-Massage, und Angelika Briel, ihres Zeichens auch Heilpraktikerin, gelingt es tatsächlich, diverse Verspannungen mit Geduld, Intensität und ihren geschickten Händen zu lösen. „Weil der Körper durch die Aufenthalte in den Saunen schon warm und entspannt ist, bietet sich die Kombination Sauna und Massage geradezu an“, weiß Angelika Briel, und der Erfolg ihrer 30-Minuten-Massage gibt ihr Recht.

Zum Abschluss gönne ich mir eine letzte Wohltat – den Aufenthalt im warmen, beleuchteten Sprudelbecken im Außenbereich. Hier treffe ich Heinz und Christine Schikorra aus Gronau, die die Teilnahme am Aktionstag beim wochenkurier gewonnen haben und die 140 Kilometer weite Anreise nicht eine Sekunde bereuen. „Wir kennen viele nordrhein-westfälische Erlebnis-Saunen, aber das Africana ist wirklich herausragend“, schwärmt das Paar, dessen Kinder noch in Gevelsberg wohnen. „Die bekommen demnächst wohl öfter Besuch von uns“, sagt Heinz Schikorra augenzwinkernd, und seine Frau ergänzt: „Da lassen sich Familie und Erholung prima verbinden.“

Auch ich fühle mich pudelwohl, während die Luftblasen im warmen Wasser prickelnd meinen Körper umsprudeln und ich entspannt in den sternenklaren Nachthimmel schaue. Das Leben kann so schön sein …