Tapas zu Oliven an der Ennepe

TBG-Betriebsleiter Reinhold Lorch, die Gastronomen Anojan Sivapalasundaram und Marco Roppertz sowie Bürgermeister Claus Jacobi (von links) vor dem Rohbau. (Foto: Stefan Scheler)

Gevelsberg. (Sche) „Eigentlich hat der Begriff ,Katakomben‘ ja etwas Düsteres an sich“, sinnierte Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi im Rathaus bei der Vorstellung eines neuen Gastronomieprojekts für den Ennepebogen vor wenigen Tagen: „Aber dieses Wort hat sich für die Bögen unter der ehemaligen Ennepebrücke an der Jahnstraße fest etabliert.“

Deshalb haben die beiden jungen Gründer Marco Roppertz aus Schwelm und Anojan Sivapalasundaram, in Gevelsberg aufgewachsen, ihr geplantes Lokal an dieser Stelle „La Caverna“ genannt, was auf Italienisch und Spanisch gleichermaßen „Die Höhle“ bedeutet. Vermutlich ist die spanische Lesart maßgeblich, denn in dem künftigen Gastronomiebetrieb am Ennepebogen wird es unter anderem Spezialitäten von der Iberischen Halbinsel geben. „Tapas und Gerichte mit viel Oliven verbreiten südländisches Flair, das im Sommer gut zu den Außenanlagen am Ennepestrand passt“, ist Marco Roppertz zuversichtlich: „Wir verfolgen mit Liegestühlen im Außenbereich, Brunch-Vormittagen und Kugelgrills eine klare gastronomische Linie.“

„Das kann man sich heute am bisher kältesten Tag des Jahres kaum vorstellen“, bezog sich Claus Jacobi auf die eisigen Temperaturen draußen: „Wenn es aber wieder richtig warm wird, ist es wichtig, das Freizeitangebot am Ennepebogen mit einem passenden Lokal zu ergänzen.“ Geplant ist kein steifes Restaurant, sondern ein Konzept, das die jungen Betreiber „RAB“ – Restaurant and Bar – nennen.

Weil der 24-Jährige, dessen Familie von der Insel Sri Lanka stammt, sich unter anderem auch in der Unterhaltungsbranche getummelt hat, ist es ihm ein Anliegen, zeitgemäße Kultur nicht zu kurz kommen zu lassen. „Jazz-Vormittage am Sonntag und Live-Auftritte von Bands an den Abenden werden unser Angebot bereichern“, leuchten seine Augen schon voll Vorfreude.

Das wünscht auch Bürgermeister Jacobi allen künftigen Gästen der „La Caverna“, dessen Technische Betriebe unter Leitung von Reinhold Lorch die nötige Infrastruktur bereitstellen. „Wir bieten die Gelegenheit und das geeignete Objekt“, betonte das Stadtoberhaupt: „Trotzdem wird es für die beiden, die noch ganz am Anfang stehen, ein hartes Stück Arbeit.“