Tornister für Bedürftigte

Im Ladenlokal des Kinderschutzbundes in Ennepetal-Milspe trafen sich die Organisatoren und Sponsoren zur Vorstellung der Ranzenaktion. (Foto: Frank Schmidt

Ennepetal. (zico) Mit dem Eintritt ins Schulalter beginnt für die Kinder ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Mit Schultüte und Ranzen gehen die Dötze am ersten Tag voller Aufregung die ersten Schritte in Richtung „Ernst des Lebens“. Doch neue Schultornister sind teuer. Einigen Familien fällt es schwer, diese Ausgabe bei der Einschulung zu stemmen. Der Kinderschutzbund Ennepetal bot daher im Vorfeld des nächsten Schuljahres wieder eine „Ranzenaktion“ für Kinder aus sozial schwachen Familien an. Mit Hilfe des Jobcenters wurden im Herbst 2012 Familien mit Hartz IV-Bezug angeschrieben, die voraussichtlich im Sommer 2013 ein Kind einschulen werden.

Insgesamt haben sich die Eltern von 14 Kindern zurückgemeldet. Sie erhalten für 25 Euro ein neues Ranzen-Set (Tornister, Sportbeutel und Schreibmappe) vom Sponsorpartner, dem Gevelsberger Ranzenshop mit Inhaber Bernhard Büschleb. Bereits zum sechsten Mal übernimmt die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld die Co-Finanzierung, so dass ein Sonderpreis von 25 Euro annonciert werden kann. Eine heimische Buchhandlung legt jedem Kind einen Büchergutschein in Höhe von fünf Euro für die erste Schulbuchbestellung dazu. Die Familien, die dieses Angebot annehmen, erhalten im Ladenlokal des Kinderschutzbundes in Ennepetal-Milspe, Voerder Straße 55, die Möglichkeit, einen passenden Tornister auszuwählen.

Zur Vorstellung der Aktion, die bereits zum sechsten Mal initiiert wurde, trafen sich im Ladenlokal unter anderem Heike Gräfe und Johannes Dennda von der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, Bernhard Büschleb, Heiner Dürwald vom Jobcenter, Schulsozialarbeiterin Heike Keßeler-Lingenberg und Petra Backhoff vom Kinderschutzbund Ennepetal sowie Cosimo Palomba von der Stadt Ennepetal. Dabei wiesen Heiner Dürwald und Cosimo Palomba auch noch einmal auf die strukturierten Hilfen des Staates hin. So bekommen die Kinder von Familien in Hartz IV-Bezug zu Beginn des Schuljahres 70 Euro pro Kind und zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres noch einmal 30 Euro. „Diese Hilfe erfolgt automatisch“, so Heiner Dürwald: „Für weitergehende Hilfen, etwa bei Notwendigkeit von Nachhilfeunterricht, muss man allerdings auf uns zukommen.“ Und Cosimo Palomba ergänzt: „Auch für Vereinsmitgliedschaften gibt es finanzielle Unterstützung.“ Jobcenter und Stadt Ennepetal geben Ratsuchenden gern weiter gehende Auskünfte.