Armin Hefele (Landesverkehrswacht NRW, Bildmitte) erklärt den Schülerinnen und Schülern vor dem Sehtest, wie dieser funktioniert. Schulleiterin Martina Zerr (links), Thomas Landsberger (Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr, hinten) und Katrin Meyer (Schulaufsicht Ennepe-Ruhr-Kreis, rechts im Bild) hören interessiert zu. (Foto: Claudia Eckhoff)

EN-Kreis. Die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr hat immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr gesehen zu werden. Deshalb hat sie Reflektorbänder, Kappen mit Reflektorstreifen für Erstklässler und reflektierendes Klebeband für Rollatoren und Kinderwagen verteilt.

Die kostenlosen Sehtests, die sie bei ihren Veranstaltungen anbietet, werden von Erwachsenen gut genutzt. Gemeinsam mit dem Schulamt für den Ennepe-Ruhr-Kreis wurde nun eine Aktion mit kostenlosen Sehtests für alle Grundschulkinder gestartet. Das ist nötig, weil viele Schülerinnen und Schüler Sehschwächen haben, die noch gar nicht erkannt sind, sich aber schon deutlich auf die Sicherheit im Straßenverkehr auswirken können. „Gerade bei den Dritt- und Viertklässlern, die sich langsam auf die Radfahrprüfung vorbereiten, ist es daher besonders wichtig, einmal einen Blick auf das Sehvermögen zu werfen“, erklärt Thomas Landsberger, Vorsitzender der Kreis-Verkehrswacht.

Zusammen mit dem Schulamt für den Ennepe-Ruhr-Kreis wurden alle Grundschulen angeschrieben. So viele haben sich mittlerweile angemeldet, dass die Sehtests auch noch nach den Sommerferien fortgesetzt werden müssen.

„Ob Kinder in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt sind, ist in den Familien manchmal gar nicht wahrnehmbar. Der kostenlose Sehtest an Grundschulen ist daher eine gelungene Aktion, mögliche Sehschwächen zu entdecken“, begrüßt Katrin Meyer, Schulaufsichtsbeamtin beim Schulamt für den Ennepe-Ruhr-Kreis, die Aktion.

„Schlechtes Sehvermögen wirkt sich auch im Unterricht nachteilig aus. Es ist also doppelt von Vorteil, das Angebot zu nutzen“, bestärkt Martina Zerr, Schulleiterin der Grundschule Am Strückerberg in Gevelsberg, wo Anfang dieser Woche die ersten Sehtests erfolgten.

Armin Hefele, der die Tests im Ennepe-Ruhr-Kreis durchführt, erkennt dabei immer wieder, dass etwa 20 Prozent der getesteten 9- bis 13-Jährigen dringend einen Augenarzt aufsuchen sollten. Sie bekommen von ihm eine entsprechende Mitteilung an die Eltern. Den Kindern der Klasse 3b der Grundschule Am Strückerberg hat der Sehtest auf jeden Fall Spaß gemacht.