Vom „Terror“ zum „Rössl“ – Neues Theaterprogramm für Ennepetal

[1/2] Den Abschluss des Ennepetaler Theaterprogramms bildet am 22. April 2018 die Operette „Im weißen Rössl“ von Hans Müller und Erik Charell. (Foto: Chris Gonz) [2/2] Brisant startet das Ennepetaler Theaterprogramm am 7. Oktober: Bei „Terror“ bilden die

[1/2] Den Abschluss des Ennepetaler Theaterprogramms bildet am 22. April 2018 die Operette „Im weißen Rössl“ von Hans Müller und Erik Charell. (Foto: Chris Gonz) [2/2] Brisant startet das Ennepetaler Theaterprogramm am 7. Oktober: Bei „Terror“ bilden die

Ennepetal. In der Spielzeit 2017/2018 findet in der Aula des Reichenbach-Gymnasiums Ennepetal wieder ein bunt gemischtes Theaterprogramm mit großem Schauspiel, kurzweiligen ­Komödien und vielen bekannten Gesichtern statt. Als besonderes Sahnehäubchen steht dieses Jahr auch eine Operette auf dem von der Kluterthöhle und Freizeit ausgearbeiteten Spielplan.
Zuschauer als Jury
Spannend, brisant und hochaktuell startet die Spielzeit am 7. Oktober 2017 mit dem Schauspiel „Terror“ von Ferdinand von Schirach. Ein Bundeswehrpilot ist des 164-­fachen Mordes angeklagt. Er hat eigenmächtig einen von Terroristen gekaperten Airbus abgeschossen, um den Terroranschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern.
Hatte er das Recht, 164 Menschenleben zu opfern, um 70.000 im Stadion zu retten? In diesem außergewöhnlichen Stück sind die Zuschauer die Jury und entscheiden per Abstimmung über das Stückende.
Schräge Namensgebung
Äußerst amüsant geht es am 19. November weiter mit Fernsehstar Martin Lindow in der Komödie „Der Vorname“. Während eines gemütlichen Abendessens unter Freunden sorgt die Namensgebung eines noch ungeborenen Babys für allgemeine Fassungslosigkeit.
Unausgesprochene Konflikte kommen ans Licht, bis man fast wie Kampfhähne aufeinander losgeht.
Das Bild vom anderen
Am 4. Februar 2018 können sich die Zuschauer auf ein Wiedersehen mit Leonard ­Lansink und Heinrich Schafmeister freuen. Neben Luc Feit spielen die beiden Vollblut-Schauspieler in der Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza. Serge kauft für Unsummen ein nahezu komplett weißes Gemälde eines berühmten Künstlers. Und diese Anschaffung bringt überraschende Farben ins Beziehungsgefüge, das ihn mit seinen langjährigen Freunden Marc und Yvan verbindet.
Bald geht es nicht mehr um das Thema Kunst, sondern um das Bild, das sich jeder vom andern gemacht hat und das nun ins Wanken gerät.
Brecht-Klassiker
Mit dem Schauspiel „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertolt Brecht kommt am 4. März 2018 ein echter Klassiker nach Ennepetal. An eine chinesische Sage angelehnt beschäftigt sich das Stück mit dem Verhältnis von Recht, Gerechtigkeit und wahrem Besitz.
Elf Schauspieler – unter anderem Peter Bause und Hellena Büttner – verkörpern die circa 70 Rollen des Stücks.
Liebeswirrwarr
Für den Abschluss sorgt am 22. April 2018 die beliebte ­Operette „Im weißen Rössl“ von Hans Müller und Erik Charell. Das Singspiel erzählt mit Melodien von Benatzky, Stolz, Gilbert und anderen die Geschichte über das Liebeswirrwarr von Kellner Leopold und Rössl-Wirtin Josepha.
Jeweils um 20 Uhr
Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr und finden in der Aula des ­Reichenbach-Gymnasiums, Peddinghausstraße 17, statt. Abonnements für die Theatersaison sind im Haus Ennepetal bei Ronja Ebner, Zimmer 111 oder unter Tel. 02333 / 988035 erhältlich. Die Kosten betragen 83 Euro (1. Kategorie), 68 Euro (2. Kategorie), 52 Euro (3. Kategorie) oder 38 Euro (4. Kategorie).
Einzelkarten kosten zwischen 12 und 23 Euro und können in der Rathaus-Info, der Tourist-­Info im Haus Ennepetal und bei Ronja Ebner im Haus Ennepetal erworben werden. Zudem sind die Tickets auch online unter www.reservix.de erhältlich.