Wieder Dach im Wald

Gevelsberg. (je) Am Neuen Forsthaus und dem Wildgehege mit seinem weißen Platzhirsch vorbei gelangt man in das Waldgebiet im Gevelsberger Stadtwald rund um Bredder-, Poeter- und Brahmskopf.

Derzeit lockt der bunte herbstliche Wald zu einem ausgedehnten Spaziergang in diese Gegend. Und auch einige markierte Wanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins führen durch das Gebiet, etwa der Gevelsberger Rundweg A4 sowie eine Etappe des „Wappenwegs“, der auf seinen 56 Kilometern von Wuppertal bis Hagen verläuft.

Schutzsuche

Damit Wanderer und Spaziergänger im Falle eines plötzlichen Wetterumschwungs nicht im wahrsten Sinne des Wortes plötzlich im Regen stehen, hat der Verschönerungsverein Gevelsberg (VVG) bereits vor 35 Jahren für zwei stabile, überdachte Unterstände – die sogenannten „Wetterhäuschen“ – in diesem Gebiet gesorgt. In all den vielen Jahren hat an den Unterständen jedoch naturgemäß der Zahn der Zeit ordentlich genagt und zuletzt wurden beide durch umgestürzte Bäume teils erheblich beschädigt.

Tatkräftig

Um die Naherholungsqualität wieder zu verbessern, haben sich die beiden Jagdpächter Götz Bernecker und Dirk Huckenbeck nun kürzlich bereit erklärt, die Häuschen in ihren Revieren wieder in Schuss zu bringen. Gemeinsam mit Heidi Pathe wurden rund 80 Arbeitsstunden in die Säuberung, das Dachdecken und den Anstrich der Wetterhäuschen investiert. Die Materialkosten für die Sanierung wurden von der Stadt Gevelsberg gestellt.

Hilfe für Stadt

Bürgermeister Claus Jacobi lobt den Einsatz der beiden Jagdpächter, die in Kooperation mit dem Verschönerungsverein auch das Wildgehege betreuen: „Die Personalkosten für derartige Reparaturarbeiten hätten wir als Stadt kaum aufbringen können.“ Bernecker und Huckenbeck haben darüber hinaus nun auch eine „Patenschaft“ für die Mülleimer in ihrem Bezirk übernommen, leeren diese und liefern die Abfälle bei der Stadt ab. Jacobi: „Das ist eine weitere große Entlastung für die Stadt.“

Kastanien

Und natürlich sind die beiden auch in den kommenden Wochen abermals mit im Einsatz, wenn der VVG wieder zum alljährlichen Kastaniensammeln lädt. Diese sind wichtiges Winterfutter für die Tiere im Wildgehege.

Aufgrund des Reifegrades der Kastanien entfällt allerdings der eigentlich für Samstag geplante erste Sammeltermin. An den folgenden Samstagen (10., 17. Und 24. Oktober 2015) wird aber jeweils von 10 bis 13 Uhr am Neuen Forsthaus, Kirchwinkelstraße 65, fleißig nach den Früchten des Kastanienbaumes gesucht.