111 Jahre SkF: Im Dienste von Frauen und Kinder

Jutta Meyer, SkF-Vorsitzende, und Michael Gebauer, Geschäftsführer des SkF, machen mit einer Plakataktion auf mögliche Hilfen aufmerksam.(Foto: SkF)

Hagen. Der Sozialdienst katholischer Frauen in Hagen – kurz SkF – blickt auf seine Gründung im Jahr 1906 zurück. Das heißt: In diesem Jahr feierte der Hagener Fachverband sein 111-jähriges Bestehen. „Das war Anlass genug, um mit unterschiedlichen Aktionen auf die vielfältigen Unterstützungsformen unseres Verbandes aufmerksam zu machen“, blickt Michael Gebauer, Geschäftsführer des SkF, auf die vergangenen Monate zurück. „So finden die Hagener in der Stadt verteilt unsere Plakate zum Thema ‚Und plötzlich steht die Welt Kopf‘.“

Neben der Schwangerschaftsberatung werden Familien sogenannte „Frühe Hilfen“ angeboten, wie etwa Familienpatenschaften. Die Kindertagespflege in unterschiedlichen Angebotsformen steht Kindern in der Regel bis zum dritten Lebensjahr zur Verfügung.Mitarbeiter des Fachverbandes begleiten rund 80 Kinder und Jugendliche durch eine Vormundschaft. Gut begleitete Bereitschaftspflegefamilien nehmen auf Vermittlung des Jugendamtes zeitlich befristet Kinder in Notlagen auf.

Ebenso steht eine Fachberaterin Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei. Darüber hinaus begleiten Vereinsbetreuer über 90 Personen im Rahmen der gesetzlichen Betreuung. Im Fachverband gibt es auch Beratung für Jedermann zum Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“.

Mit dem Agnesheim und dem „NeuHaus“ hat der Fachverband zwei weitere Standbeine. Bis zu 104 Kinder und Jugendliche leben in den beiden Einrichtungen oder auch in den stadtweit angemieteten Wohnungen und werden sozialpädagogisch begleitet.

In den vergangenen Jahren haben junge Flüchtlinge, insbesondere aus Syrien und Afghanistan, im Agnesheim einen Zufluchtsort finden können.

Bei allen Angeboten unterstützen viele Ehrenamtliche das Fachpersonal, so z.B. in den Familienpatenschaften, bei der Bereitschaftspflege und den Gastfamilien für unbegleitete geflüchtete Jugendliche. Ebenso begleiten Frauen im Vorstand die Arbeit.

Bunt und modern

„So zeigt sich heute der SkF zeigt „bunt und vielfältig“, berichtet Gebauer. „Trotzdem bleibt der Verband, der auch Mitglied im deutschen Caritas­verband ist, in seinen Angeboten seinem christlichen Auftrag treu. Das 111-jährige Bestehen macht uns allen im SkF Mut für neue Ideen.“

So wurde an der Lange Straße in Wehringhausen das Projekt „Soziallotse“ initiiert, eine Anlaufstelle für Wehringhauser in wirtschaftlicher Not, insbesondere für Personen, die sich bisher noch keiner Beratungsstelle anvertraut haben. Lotsen begleiten betroffene Personen auch zu Behörden und Ämtern.

Zwei Großtagespflegestellen für Kinder stehen in den Startlöchern.

Der Fachverband hat in den 111 Jahren zwar seinen Namen gewechselt, aber die Grundanliegen sind geblieben: Hilfe für Kinder, Jugendliche, Frauen und deren Familien.