24. Hagener Schul- und Jugendtheatertage

Die Gewinner der 24. Hagener Schul- und Jugendtheatertage wurden jetzt gekürt. Freuen dürfen sich mit Werner Hahn insbesondere Schüler der Hasper Waldorfschule, des Albrecht-Dürer-Gymnasiums und der Hegemann-Grundschule. (Foto: Theater Hagen)
Die Gewinner der 24. Hagener Schul- und Jugendtheatertage wurden jetzt gekürt. Freuen dürfen sich mit Werner Hahn insbesondere Schüler der Hasper Waldorfschule, des Albrecht-Dürer-Gymnasiums und der Hegemann-Grundschule. (Foto: Theater Hagen)

Hagen. Die Gewinner der 24. Hagener Schul- und Jugendtheatertage wurden jetzt gekürt. 18 Theatergruppen mit mehr als 500 Schülern hatten sich beteiligt. „Insgesamt war die Qualität der Beiträge sehr hoch“, betonte Werner Hahn, der die Veranstaltung im Großen Haus des Hagener Theaters moderierte.

Die Preise wurden in den Kategorien „Grundschule“, „Sekundarstufe I“ und „Sekundarstufe II“ vergeben. Ein erster Preis ging an die Erwin-Hegemann-Grundschule für „Dschungelstar“. In dem Musical treten verschiedene Urwaldtiere in einem Talentwettbewerb frei nach „Deutschland sucht den Superstar“ an. In der Begründung der Jury (Intendant Norbert Hilchenbach, die Dramaturginnen Dorothee Hannappel, Maria Hilchenbach und Miriam Michel, Musicaldarsteller Tillmann Schnieders sowie Regina Kemp als Mitglied des Seniorenclubs) hieß es: „‚Maximal Kolossal’ ist nicht nur der Titel eines echten Ohrwurms aus dem Stück. ‚Maximal Kolossal’ beschreibt auch dieses Gesamtkunstwerk aus Musik, Spiel und Kostümen“.

Das Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) wurde für die szenische Umsetzung des Literaturklassikers „In 80 Tagen um die Welt“ ausgezeichnet. „Die Inszenierung, die Darsteller, die Gruppenleistung: da stimmt einfach alles“, befand die Jury.

Mit „Tattoo“ hatte sich die Theater-AG der Hasper Waldorfschule (Rudolf-Steiner-Schule) an das schwierige Thema des sexuellen Missbrauchs in der Familie herangetraut. Für die sensible Umsetzung wurde sie ebenfalls mit einem ersten Preis belohnt. „In dieser konsequenten Inszenierung passt alles zusammen“, urteilte die Jury. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich den hohen Anforderungen des Stücks gestellt und sich mit der richtigen Mischung aus Distanz und Identifikation auf die Figuren eingelassen.“

Förderpreise vergab die Jury außerdem an die Grundschule Kuhlerkamp, die mit dem Stück „Irma hat so große Füße“ angetreten war, an das Awo-Jugendcafé Real für „Leben“ und an das Christian-Rohlfs-Gymnasium für das Theaterstück „Karl Schmidt – eine Erfolgsgeschichte“.

Alle Gewinner bekamen einen Gutschein für einen Vorstellungsbesuch im Theater Hagen überreicht. Die Gewinner der ersten Preise erhalten zusätzlich die Gelegenheit, mit einem Mitglied des Theaters an ihrem Material zu arbeiten und so einen Einblick in die Welt des professionellen Schauspiels zu erlangen.