28.4.: „Tag des Schlaganfalls“:

Hagen. Zum „Tag des Schlaganfalls 2012“ gibt es am Samstag, 28. April 2012, von 10 bis 15 Uhr wieder einen Tag der offenen Tür der Schlaganfall-Spezialstation („Stroke Unit“) im St.-Johannes-Hospital Boele, Hospitalstraße 6-10. Eintritt und Parkplätze sind frei.

Zum Tag des Schlaganfalls gibt es umfassende Informationen in der Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) des St.-Johannes-Hospitals sowie die Möglichkeit für Besucher, den Blutdruck messen oder das Blut untersuchen zu lassen. (Foto: Veranstalter)

Die Mitarbeiter der Schlaganfallstation, der Notaufnahme und der beteiligten Kliniken informieren über die Anzeichen des Schlaganfalls, die Risikofaktoren und moderne Behandlungsmöglichkeiten. An verschiedenen Informations- und Aktionsständen in den Räumlichkeiten der Klinik für Neurologie in der 4. Etage können die Besucher ihren Blutzucker und den Cholesterinwert überprüfen lassen, der Blutdruck wird gemessen und auch die Halsschlagadern können mit Ultraschall auf Ablagerungen untersucht werden, um damit das eigene Risiko abschätzen zu lassen.

Es werden die Bedeutung der vorbeugenden Behandlung der Risikofaktoren, zum Beispiel des hohen Blutdrucks, aber auch die Notwendigkeit der sofortigen Behandlung bei Anzeichen des Schlaganfalls dargestellt.

Dritthäufigste Todesursache

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten schweren Erkrankungen in den Industrieländern und stellt die dritthäufigste Todesursache dar. Trotz aller medizinischer Fortschritte verstirbt auch heute noch jeder fünfte Patient innerhalb von 30 Tagen an einem schweren Schlaganfall. Zu den Risikofaktoren gehören höheres Alter, männliches Geschlecht und familiäre Belastung.

Risikofaktoren, die man beeinflussen kann, sind: Erhöhter Blutdruck, schlecht eingestellter Diabetes mellitus sowie das Rauchen. Weitere Risikofaktoren sind erhöhtes Cholesterin, Übergewicht und Bewegungsmangel. Schlaganfallursachen sind häufig verengte Halsschlagadern sowie verschiedene Herz-Erkrankungen, insbesondere Herzrhythmusstörungen.

Die Behandlung des akuten Schlaganfalls erfolgt in der Regel auf einer Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit). In den ersten drei bis vier Stunden nach Beginn der Schlaganfallbeschwerden wird versucht, die Blutversorgung des betroffenen Gehirnareales wieder herzustellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die typischen Anzeichen eines frischen Schlaganfalls sofort zu erkennen. Typische Zeichen sind plötzlich auftretende Sprachstörungen, eine Schwäche des Armes oder Beines, oft gleichzeitig auf der gleichen Seite, plötzliche Sehstörungen oder ein Taubheitsgefühl. Auch plötzlich auftretende Gesichtslähmungen können einen Schlaganfall anzeigen.

Die Stroke-Unit am St.-Johannes-Hospital ist als überregionale Einrichtung der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifiziert.