„40 Jahre Hagen“ im Zeitraffer

Hagen. (ME) Der Wochenkurier wird 40 Jahre alt und lädt die Hagener aus diesem Anlass zu einer kleinen Stadtrundfahrt ein. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten in der Volmestadt verändert?
Wo sind neue Wohn- oder Gewerbegebiete enstanden? Wo hat es größere Straßenbaumaßnahmen gegeben? Wie war das damals mit der Erschließung des Lennetals? Wie ist das Ende der Hasper Hütte und die anschließende Sanierung vonstatten gegangen? Wie war das mit der Eingemeindung von Hohenlimburg und Dahl? Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen gibt Wochenkurier-Chefredakteur Michael Eckhoff am Mittwoch, 28. September, zwischen 14.30 Uhr und circa 17.30 Uhr.

Dreistündige Tour

Der Bus startet zu dieser dreistündigen Tour am Wochenkurier-Verlagssitz, Körnerstraße 45. Alle Hagener sind herzlich eingeladen, an dieser „kleinen Jubiläumstour“ teilzunehmen, die Teilnahme gibt es zum Selbstkostenpreis von 6 Euro. Wer mitfahren möchte, sollte sich möglichst rasch in unserer Geschäftsstelle anmelden (der Bus verfügt über 50 Plätze).

Turbulente Zeiten

Als der Wochenkurier im Herbst 1976 aus der Taufe gehoben wurde, befand sich Hagen in einer extrem widersprüchlichen Phase. Einerseits war wenige Monate zuvor der Zusammenschluss mit Hohenlimburg, Berchum, Garenfeld und Dahl vollzogen und die Zahl der Einwohner auf rund 230.000 erhöht worden, andererseits befand sich die Volmestadt in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Vor allem ihre Ära als Stadt des Stahls neigte sich dem Ende entgegen. Das lange Zeit markanteste Symbol jener Ära, ein fast hundert Jahre alter, über 80 Meter hoher Schornstein der Hasper Hütte an der Kölner Straße, war Ende 1975 gesprengt worden. Die Hasper Hütte mit zwischenzeitlich vier Hochöfen, mehreren Stahlwerken und weit über 6000 Beschäftigten war seit Ende der 1960er Jahre immer stärker unter Druck geraten und dann – bis auf einige Betriebsteile in Kückelhausen – Abteilung für Abteilung geschlossen worden. Die Sprengung des Schornsteins setzte einen Schlusspunkt unter diesen Prozess.
Insgesamt gingen seinerzeit in einem relativ kurzen Zeitabschnitt an Volme, Lenne und Ennepe weit über zehntausend Industrie-Arbeitsplätze verloren. Die damaligen Hagener Stadtväter versuchten gegenzusteuern, indem sie zum Beispiel die Lenne begradigen ließen (um im Lennetal neue Gewerbegebiete zu erhalten) und indem sie im Ennepetal eine der größten Sanierungsmaßnahmen des Landes NRW einleiteten.

Über all das und über noch viel mehr erzählt Michael Eckhoff am 28. September im Verlauf der Wochenkurier-Stadtrundfahrt. Sie führt einmal „quer durchs Stadtgebiet“.