60er-Jahre-„Hochhaus“ nicht mehr zeitgemäß

In der Bülowstraße muss das „Hochhaus“ des Wohnungsvereins aus den 60er Jahren nun weichen. Mit seinen 48 Kleinstwohnungen war das Gebäude unwirtschaftlich geworden. Jetzt entsteht an gleicher Stelle neuer, moderner und barrierefreier Wohnraum. (Foto: Michael Eckhoff)

Hagen. (anna) Das Haus ist markant, fast jeder Hagener kennt das aus den frühen 60er Jahren stammende „Hochhaus“. Doch momentan geht es dem Wohnturm an der Ecke Bülow-/Brunnenstraße an den Kragen. Der „alte Klotz“ wird dem Erdboden gleichgemacht, die Abbrucharbeiten haben längst begonnen. Für den Wohnungsverein war das Hochhaus mit seinen 48 Kleinstwohnungen (je 30 Quadratmeter), das sich schwerlich mit der übrigen dreigeschossigen Bebauung in der Nachbarschaft in Einklang bringen ließ, wirtschaftlich nicht mehr tragbar und eine Modernisierung kaum finanzierbar.

„Auch die Singles beanspruchen heute mehr als 30 Quadratmeter“, weiß Dipl. Kaufmann Matthias Lüdecke, Geschäftsführer des Wohnungsvereins. „Wir haben uns deshalb entschlossen, das Gebäude vom Markt zu nehmen, weil heute niemand mehr in so kleinen und zudem hellhörigen Wohnungen leben will. Und eine Modernisierung durch die Zusammenlegung der vielen kleinen Räume zu größeren Wohnungen war unökonomisch und kaum machbar“, weiß Lüdecke. Zuletzt wurden viele Wohnungen nur noch insbesondere von Montage-Arbeitern genutzt.

Neues entsteht

In dem durch eine Sackgasse verkehrsberuhigten Teil der Bülowstraße wird nach dem Abbruch des Hochhauses ein neuer, moderner Wohnkomplex mit 31 barrierefreien Wohnungen entstehen.

Mitte Mai dieses Jahres wird bereits mit den Tiefbauarbeiten begonnen und nach 14-monatiger Bauzeit sollen die Wohnungen mit den Garagen im Untergeschoss bereits bezugsfertig sein.

Die neuen Wohnungen mit einer Größe zwischen 60 und 130 Quadratmetern sind alle mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet und verfügen über eine gehobene Ausstattung. Durch ein Staffelgeschoss entstehen auch drei Penthous-Wohnungen mit üppigen Dachterrassen. „Das neue Gebäude wird sich in unsere bestehende Siedlung harmonisch einfügen“, freut sich Lüdecke.

So soll das neue Gebäude an der Bülow-/Ecke Brunnenstraße einmal aussehen. Bereits im Mai beginnen die Tiefbauarbeiten. Das Miethaus wird barrierefrei und nach neuesten energetischen Anforderungen inklusive Solaranlage und Fußbodenheizung erstellt. (Foto: Wohnungsverein)