A46/B7: Einstieg in den Planungsdialog

Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen
(Foto: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen)

Hemer/Hagen. (straßen.nrw) Konstruktiv und kritisch: Mit einer lebhaften Diskussion unter 24 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern begann kürzlich in Hemer der Planungsdialog zum Projekt „46sieben“. Bei dem so genannten Lückenschluss zwischen Hemer und Neheim, einer vierspurigen Autobahn und einer dreispurigen B7 ab Menden, will der Landesbetrieb Straßen-NRW die Menschen in der Region schon frühzeitig an der Planung beteiligen. Im Rahmen des Bürger-Workshops formulierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Gedanken, wie eine gute Bürgerbeteiligung zu „46sieben“ aussehen kann und wie sie gestaltet werden soll.

Offenheit statt stilles Kämmerlein

„Straßen-NRW wollte mit diesem Workshop die Erwartungen an eine Bürgerbeteiligung kennen lernen. Dass wir viele detaillierte Vorschläge bekommen haben, lässt uns auf gute Gespräche im Rahmen des Planungsdialoges hoffen“, sagte Sven Koerner, Leiter der Straßen-NRW-Niederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede.

Fachleute des Landesbetriebs informierten die Teilnehmenden zunächst über den geplanten Lückenschluss, ehe sie sich mit den Chancen und Herausforderungen des Projektes auseinandersetzten: „Welche Punkte sollten aus Ihrer Sicht besonders großen Raum im Planungsdialog bekommen? Wie möchten Sie eingebunden werden, wie sollte der Landesbetrieb informieren, welche Akteure sollen sich an dem Planungsprozess beteiligen?“ Hier gab es durchaus kritische Antworten.

„Wir haben ein großes Informationsdefizit festgestellt. Dass wir bei dem Projekt ‚46sieben‘ wieder am Anfang stehen, muss noch einmal deutlich gemacht werden“, sagte eine Teilnehmerin. „Die Atmosphäre in unserer Gruppe war sehr konstruktiv, obwohl wir mitunter auch unterschiedlicher Auffassung waren“, schilderte ein Teilnehmer die Diskussion an seinem Tisch. Ein anderer Teilnehmer meinte: „Ich halte das Format der frühen Information und Beteiligung für sinnvoller, als wenn Experten etwas im stillen Kämmerlein ausbrüten und spät damit an die Öffentlichkeit gehen.“

Der Zufallsbürger-Workshop ist einer von drei Bausteinen der ersten Phase des Planungsdialogs, mit dem der Landesbetrieb Straßen-NRW sich frühzeitig mit den Menschen in der Region über eine gute Bürgerbeteiligung zum Projekt „46sieben“ austauschen will. Dazu fand im Oktober eine vom Umfragezentrum Bonn (uzbonn) durchgeführte repräsentative Umfrage in zufällig ausgewählten Haushalten im Planungsraum statt; parallel führt Straßen-NRW derzeit Gespräche mit verschiedenen Interessengruppen aus der Region.

Die bisherigen Ergebnisse sowie Informationen zum Projekt und zum weiteren Ablauf der Bürgerbeteiligung werden auf einem öffentlichen Informationsmarkt am Dienstag, 4. Dezember, zwischen 16 und 20 Uhr in der Wilhelmshöhe Menden vorgestellt.