Ärger in Rathausgalerie: GNO lehnt Ansprüche ab

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Hagen. (tau) Weihnachtsmarkt-Freuden allerorten und eine gelungene Premiere des diesjährigen Weihnachtsmusicals „Der Lebkuchenmann“ im Theater Hagen sorgten am vergangenen Wochenende bei den Menschen für ein Lächeln, das sie bis in die neue Woche begleitete. Die vorweihnachtliche Freude vergangen ist hingegen mehreren Mietern der Rathaus-Galerie. Die zuständige Müchener Grundstücksverwaltung GNO ist der Meinung, dass die Mieter keine Schadenersatz-Ansprüche infolge der verspäteten Eröffnung haben. Darüber mehr im Schlusskapitel dieses Wochenrückblicks.

Freude herrscht hingegen im Sparkassen-Karree: Nach fünfmonatigem Umbau eröffnete am Montag in den Räumlichkeiten der ehemaligen Restaurantfläche eine neue Gemeinschaftspraxis, zu der Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgen gehören. Die vier Fachärzte Black, Hammerl, Niemeyer und Schlien hatten zuvor eine Praxis in der Bahnhofsstraße.

Weitere Immobilien-News, diesmal an der Stephanstraße: Die Kindertagesstätte hat seit Mittwoch einen Anbau (50 m²) mit zwei Schlafräumen für zehn Kleinkinder. OB Erik O. Schulz eröffnete den Bau, den die Gebäudewirtschaft Hagen für 178.000 Euro errichten ließ.

Lange Gesichter bei allen ÖPNV-Nutzern, die an der Haltestelle „Martinstraße“ in Westerbauer ein- und aussteigen. Seit Montag wird sie wegen Bauarbeiten circa drei Wochen lang nicht angefahren. Betroffen sind die Linien 521, 542 und NE32 in Fahrtrichtung Gevelsberg. Alternative Haltestellen sind in dieser Zeit Im Mühlenwert und Neue Straße.

Ihre Einbürgerungsurkunden bekamen in dieser Woche 60 Neu-Hagener von der Stadt. Damit haben sie die deutsche Staatsbürgerschaft erworben.

Mit großer Mehrheit hat der Sportausschuss am Mittwoch die Einführung der Nutzungsgebühr für Sportstätten abgelehnt. Sie soll – laut Vorschlag der Verwaltung – im kommenden Jahr von allen Sportvereinen gezahlt werden. Die endgültige Entscheidung fällt der Rat am 11. Dezember. Sportler und Mitstreiter wollen vor der Sitzung demonstrieren.

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel war am Donnerstag Festredner bei der Jahresveranstaltung der SIHK im Hagener Theater. Zuvor demonstrierte vor dem Gebäude die Initiative Energiewende Hagen. Mit dem Slogan „Gabriel, schick die Kohle in Rente“ fordert das Bündnis eine kohlenstofffreie Energiegewinnung. Ansonsten könne das geplante CO²-Einsparziel kaum erreicht werden.

Ärger in der Rathaus-Galerie

Die für die Rathaus-Galerie zuständige Grundstücksverwaltung GNO mit Sitz in München hat mehrere Mieter der neuen Shopping-Mall mit einem Schreiben – mit Datum vom 27.11.2014 – überrascht, worin das Unternehmen „Stellung zur Sach- und Rechtslage bezüglich der Mietverhältnisse“ nimmt. In diesem Schreiben „beweihräuchern“ sich die GNO-Chefs Martin Friedrich und Werner Knauer zunächst selbst mit der Auffassung, sie hätten weder Mühen noch Kosten gescheut, um die Eröffnung am 13. November zu ermöglichen.

Dass die eigentlich beabsichtigte Eröffnung am 14. Oktober nicht habe stattfinden können, sei nicht ihr Verschulden gewesen – wörtlich schreiben Friedrich und Knauer: „Zu den Defiziten im Bereich des Brandschutzes kam es, obwohl wir eines der größten deutschen Elektro- und Brandschutzunternehmen und ein erfahrenes Planungs- und Bauleitungsbüro für die technische Gebäudeausstattung beauftragt hatten. Die ausführende Firma hatte uns noch im August 2014 vertraglich zugesagt, die sicherheitsrelevanten Anlagen bis zum 1. September fertigzustellen.“

Und weiter: „Nachem dieser Termin überschritten wurde, haben wir Anfang September zusätzliche Firmen in einem Umfang eingesetzt, der es uns erlaubte, von einer planmäßigen Eröffnung zum 14.10.2014 auszugehen. Dass in den zur Verfügung stehenden sechs Wochen bis zum 14.10.2014 nicht alle brandschutztechnischen Defizite behoben oder kompensiert werden konnte, wurde erst am Abend vor dem geplanten Eröffnungstermin im Oktober erkennbar.“

Am Ende ihrer Ausführungen kommen Friedrich und Knauer zu dem Ergebnis, dass sie sich nicht verpflichtet sehen, „Schadenersatzansprüche unserer Mieter in Form von Umsatzausfall, Personalkosten etc. für den fraglichen Zeitraum vom 14. Oktober bis 12. November zu regulieren“. Schließlich könne man ihnen weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit zur Last legen.

Der wk meint: Da erübrigt sich wohl jeder weitere Kommentar…