Jungen Menschen einen bestmöglichen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen und die Integration behinderter Arbeitnehmer sind ihre Schwerpunkte: Maren Lewerenz wird neue Chefin der Agentur für Arbeit Hagen. Die gebürtige Hamburgerin folgt Marcus Weichert (r.), der Ende Mai seinen Posten in Hagen verlässt. Im Foto links: Stefan Marx, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses.(Foto: Agentur für Arbeit)

Hagen. (Red.) Für junge Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich zu begleiten und Langzeitarbeitslosigkeit durch präventive Angebote zu begegnen, sind zwei Schwerpunkte von Maren Lewerenz, die ab Juni neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen ist.

Sie folgt Marcus Weichert, der nach drei Jahren an der Spitze der Hagener Agentur seit April die Leitung der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach übernommen hat und beide Agenturen bis Ende Mai führt.

Beste Perspektiven durch Qualifikation

„Eine qualifizierte berufliche Ausbildung ist die beste Absicherung für eine dauerhafte Beschäftigungsperspektive. Wir sind gefordert, allen jungen Menschen den bestmöglichen Einstieg in das Berufsleben zu eröffnen. Dabei sollen insbesondere junge Menschen mit besonderen Bedarfen Unterstützung erfahren. Die unterschiedlichen Problemlagen langzeitarbeitsloser Menschen erfordern von uns ganzheitliche lokale Ansätze. Hierbei kommen den Aspekten Prävention und Soziale Teilhabe – als wichtige Ergänzung der klassischen Integrationsarbeit – eine besondere Bedeutung zu“, führt Lewerenz aus.

Berufliche Laufbahn

Die 51-jährige Diplom-Verwaltungswirtin war nach dem Studium zunächst in ihrer Geburtsstadt Hamburg als Vermittlerin und Beraterin tätig. 2002 wechselte sie in die Zentrale nach Nürnberg.

Hier arbeitete sie im Bereich der Beruflichen Rehabilitation, um dann 2007 in den Bereich Grundsicherung (SGB II) zu wechseln. 2012/2013 leitete sie als stellvertretende Geschäftsführerin das Jobcenter Stadt München.

Bis 2017 war sie dann für den Fachbereich „Beteiligungsmanagement“ der Zentrale verantwortlich. Zuletzt leitete sie den Fachbereich „Berufliche Rehabilitation“.

„Herzensangelegenheit“ Integration

„Die Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen ist mir eine Herzensangelegenheit. Deshalb wird ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit in Hagen die Integration von behinderten Menschen sein, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Aber ob mit oder ohne Behinderung – entscheidend ist, dass Ausbildungs- und Arbeitsstellen optimal besetzt werden“, betont Lewerenz. „Jede Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Beitrag zur Deckung des zunehmenden Fachkräftebedarfs. Diese große Herausforderung ist nicht allein durch eine gute Arbeit der Agentur zu leisten, sondern Aufgabe aller am Arbeitsmarkt beteiligten Akteure. Ich setzte hier auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit und freue mich schon auf die ersten Gespräche.“

„Ich weiß“, so die neue Arbeitsamt-Chefin, „dass ich eine gute Mannschaft übernehme und werde deshalb alles dazu beitragen, auch zukünftig eine von Vertrauen und Wertschätzung geprägte Kultur des Umgangs miteinander zu pflegen und zu festigen.“

Weichert nach Bergisch Gladbach

Marcus Weichert wurde als neuer Chef der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach berufen. „Hagen war meine erste Agentur, die ich führen durfte. Es hat mich täglich mit Stolz erfüllt, für Hagen und den EN-Kreis mit einer motivierten Mannschaft das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Naturgemäß gehen Veränderungen und moderne Ideen nie widerspruchslos bei einzelnen Partnern über die Bühne. Der Erfolg gibt uns jedoch Recht. Die Zusammenarbeit insbesondere mit den Verbänden, den Arbeitgebern sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Arbeitsagentur ist ausgezeichnet und von großer Offenheit und Vertrauen geprägt. Ich wünsche Maren Lewerenz einen guten Start und viel Erfolg“, so Weichert.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Hagen, Stefan Marx, betont: „In der kurzen Zeit, die ich mit Herrn Weichert zusammengearbeitet habe, war dies immer auf Augenhöhe und von gegenseitigem Verständnis geprägt. Ich wünsche ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg, den er bestimmt weitergehen wird.“