Aktion „Ja, sauber!“ in Wehringhausen

Wehringhausen (anna) So geht es nicht weiter. Wehringhausen erstickt im Dreck. Die unhaltbaren Zustände in Sachen Müll hat Oberbürgermeister Erik O. Schulz nun zur Chefsache erklärt. Zusammen mit 16 weiteren Partnern will der OB den eigentlich wunderschönen Stadtteil mit seinen vielen Altbauten vom 13. bis 25. Juni 2016 gründlich aufräumen und säubern.

Überall in Wehringhausen finden sich Dreckecken mit undefinierbarem Müll - wie hier in der Ewaldstraße. (Foto: Anna Linne)
Überall in Wehringhausen finden sich Dreckecken mit undefinierbarem Müll – wie hier in der Ewaldstraße. (Foto: Anna Linne)

Dabei wird vor allem an die Bürger appelliert, die ein neues Bewusstsein für Sauberkeit und Eigenverantwortung entwickeln sollen. „Ich will, dass diese Aktion einen nachhaltigen Effekt hat“, betont der OB. „Wir möchten ein deutliches Zeichen für mehr Lebensqualität in diesem Quartier setzen, bestimmte Entwicklungen wollen wir nicht weiter hinnehmen.“

Bürgerbeteiligung

Die Öffentlichkeitsarbeit hat bereits begonnen: Flyer werden verteilt, der HEB hält eine mehrsprachige Broschüre bereit, die auch ausländische Mitbürger über das Hagener Müllsystem aufklärt. Das Quartiersmanagment im Stadtteil spricht auch hartnäckige Müllsünder an und bittet um Hilfe bei der Reinigung – ohne moralischen Zeigefinger, aber immer mit dem Hinweis der Eigenverantwortlichkeit. Vielen Hausbesitzern und Bürgern sei auch nicht klar, dass sie für die Reinigung der Bürgersteige vor ihrem Haus zuständig seien, so der OB.

Da das Thema Stadtsauberkeit nur mit einer Vernetzung von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gestemmt werden kann, sind alle Anwohner, Vereine und Organisationen eingeladen, sich an der „Grundreinigung“ ihres Stadtteils zu beteiligen.

Anlaufstelle ist während des Aktionszeitraumes der Stadtteilladen, Lange Straße 22, der montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr und samstags von 7 bis 12 besetzt ist. Darüber hinaus stehen kompetente Ansprechpartner für Fragen unter 0175/ 5704619 und 0175/ 5702257 zur Verfügung.

Start am Wilhelmsplatz

Der Wilhelmsplatz, im Herzen Wehringhausens, erstickt im Dreck. Überall Müll soweit das Auge reicht. Die Aufenthaltsqualität lässt zu wünschen übrig. Ab Montag wird hier gründlich sauber gemacht.(Foto: Anna Linne)
Der Wilhelmsplatz, im Herzen Wehringhausens, erstickt im Dreck. Überall Müll soweit das Auge reicht. Die Aufenthaltsqualität lässt zu wünschen übrig. Ab Montag wird hier gründlich sauber gemacht. (Foto: Anna Linne)

Am Montag, 13. Juni, beginnt die „Ja, sauber!“-Aktion um 8.30 Uhr am Wilhelmsplatz. Zusammen mit dem HEB, der allein mit 25 Fahrzeugen und 40 „Saubermännern“ vor Ort sein wird, dem Oberbürgermeister und dem Bezirksbürgermeister und hoffentlich vielen Wehringhauser Bürgern wird dann mit der Reinigung von Straßen, Bürgersteigen und Bauminseln begonnen.

Nicht nur städtische Flächen, sondern auch Privatbereiche werden einer Säuberung unterzogen.

„Ja, sauber!“

Zwischen 7 und 15 Uhr werden dann täglich und systematisch alle öffentlichen Bereiche, Straßen, Wege, Plätze rund um die städtischen Gebäude gereinigt. Unter dem Motto  Jeder kehrt vor seiner Tür“ ist eine rege Bürgerbeteiligung absolut erwünscht. Die Bürger sollen die Umgebung ihrer Häuser und Grundstücke reinigen. Vereine, Verbände und Organisationen, die kein Domizil in Wehringhausen haben, können sich an der Säuberung des Wilhelms- und Bodelschwinghplatzes beteiligen. Der Müll wird in Säcken gesammelt und an den Gehwegrand gestellt. Kehricht wird in die Fahrbahnmitte gefegt, wo eine Kehrmaschine ihn aufnehmen kann.

Dringender Appell an alle Fahrzeughalter: „Bitte im Aktionszeitraum 30 Zentimeter vom Fahrbahnrand entfernt parken, damit die Rinne gefegt und Gullys gesäubert werden können.“
Auch über die Aktion hinaus sind die Wehringhauser aufgefordert, ihren Stadtteil zu pflegen. Neben der sozialen Kontrolle untereinander, setzt die Stadt auf vermehrte Kontrollen durch den Außendienst des Ordnungsamtes. Darüber hinaus sind langfristige Projekte mit dem Jobcenter und dem Werkhof geplant, die den HEB in Sachen Stadtsauberkeit unterstützen.