Aktionswoche in Haspe: Vergangenheit nutzen um nach vorn zu schauen

In der Ak­ti­ons­­­­woche wird das Has­per Löwen-Denkmal mit einem Tuch verhüllt. (Foto: Heiko Cordes)

Haspe. (hc) Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag, der vielen jungen Menschen fern scheint. Dem entgegen wirkt das neue Konzept, dass die Jugendgruppen der evangelischen und katholischen Gemeinde Haspe, das Christian-Rohlfs-Gymnasium und die Gesamtschule Haspe gemeinsam mit der Bezirksvertretung Haspe erarbeitet haben.

Aus dem Volkstrauertag wird ein Friedensfest, an dem nicht nur der Opfer von Kriegen und Terror gedacht wird, sondern eine Identifikation mit der Gegenwart und der Zukunft Haspes gestiftet werden soll.

Start wird ganz traditionell am kommenden Sonntag, 19. November, auf der Hardt sein. Um elf Uhr wird dort im Gedenken der Kranz niedergelegt. Aber dann folgt um 12 Uhr der Auftakt zum Friedensfest, das einige Aktionen in petto hat. So wird zum Beispiel das Löwen-Denkmal mit einem Tuch verhüllt, das die Schülerinnen und Schüler des Christian-Rohlfs-Gymnasium und der Gesamtschule gemeinsam gestaltet haben. Viele Hände und das Zitat des Denkmals „…der Frieden ist der Weg“ zieren das Tuch. In einer Ausstellung wird die Wandlung des Mals – vom Kriegs- zum Friedensdenkmal – dargestellt.

Diese – und weitere Ausstellungen – werden während des Friedensfests vor oder in der evangelischen Kirche zu sehen sein, und zwar eine Woche lang. Viele weitere Aktionen folgen. Etwa die Ballon-Aktion. Gegen eine Spende können Fest-Besucher einen Ballon mit einer von Schülerinnen und Schülern gestalteten Karte steigen lassen. Der Erlös kommt der Suppenküche zu Gute.

Außerdem soll ein besseres Verständnis für die Hasper Geschichte auch ein Werkzeug zur Identifikation mit dem Stadtteil und der Kultur werden. So ist ein riesiges, das gesamte Hasper Stadtgebiet umfassendes Friedenszeichen – gepflanzt aus Bäumen an historischen Plätzen – geplant. Ein dazugehöriger Wanderführer soll Jugendlichen aus Nah und Fern so die Geschichte ihrer (neuen) Heimat näher bringen. Diese Aktion soll über die kommenden Jahre, gar Jahrzehnte laufen und Hasper Firmen und Vereinen die Möglichkeit geben, Bäume für dieses Projekt zu spenden. Wer seine Wurzeln in Haspe hat oder schlägt. der kann das dadurch sehr gut dokumentieren.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals so viele junge Leute an den Planungen für den Volkstrauertag teilgenommen haben“, erklärt Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser schwer beeindruckt von dem Engagement.