Alkoholmissbrauch: Senioren oft betroffen

Hagen. (BM/ME) Der wochenkurier bietet nächste Woche – zu Beginn der Fastenzeit – eine Telefonaktion zum Thema „Alkoholmissbrauch“ an. Informationen und Ratschläge geben Berater der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Beantworten Fragen rund um das Thema Alkohol: Thomas Weßling und Dr. Dorothee Köpsell. (Fotos: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

9,5 Millionen Deutsche haben Alkoholprobleme. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig – dieses Problem durchzieht alle Altersgruppen. Täglich sterben im Durchschnitt 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Zu den häufigsten durch chronischen Alkoholkonsum hervorgerufenen Krankheiten zählen Leberzirrhose, Schädigungen des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen.

Wenn man das Gefühl hat, dass man selbst, Familienmitglieder oder Freunde zu viel trinken, kann man während unserer Telefonaktion über seine Sorgen mit den erfahrenen Suchtberatern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Dr. Dorothee Köpsell und Thomas Weßling reden. Trinke ich zu viel Alkohol? Wie lässt sich der Alkoholkonsum reduzieren? Wie reagiert man am besten, wenn der Partner zu viel trinkt? Wo gibt es Hilfe? Diese und alle anderen Fragen zum Thema Alkohol werden unmittelbar nach Aschermittwoch – also am Donnerstag, 14. Februar 2013 – von 14 bis 16 Uhr anonym beantwortet, Telefon: 0221 / 892031.

Wer Sorgen hat, hat auch Likör?

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 74.000 Männer und Frauen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Das sind beileibe nicht nur die jugendlichen Rauschtrinker, wie die öffentliche Wahrnehmung oft vorgaukelt. Alkoholmissbrauch ist in allen Altersgruppen, insbesondere auch bei Senioren, ein wachsendes Problem. Seit dem Jahr 2000 stieg zum Beispiel die Zahl der über 65-jährigen Patienten, die wegen alkoholbedingter psychischer Störungen in einer Klinik versorgt werden mussten, in einigen Bundesländern um mehr als 75 Prozent.

Viele ältere Menschen sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass sie Alkohol immer schlechter vertragen. Da der Wasseranteil im Körper mit den Jahren sinkt, erhöht sich bei gleichbleibender Trinkmenge naturgemäß der „Alkoholpegel“. Außerdem braucht die Leber deutlich länger für den Abbau des Alkohols, und oft kommen riskante Wechselwirkungen mit Medikamenten hinzu.

Die Gründe für den Alkoholmissbrauch im Alter sind vielfältig: der Verlust des Partners, körperliche Schmerzen und auch das Ende des Arbeitslebens stellen Probleme dar, die für manche schwer zu bewältigen ist.

Es ist aber nie zu spät, sich vom Alkohol los zu sagen und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen. Wenn man das Gefühl hat, dass man selbst oder Familienmitglieder zu viel trinken, kann man während unserer Telefonaktion darüber mit den erfahrenen Suchtberatern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Dr. Dorothee Köpsell und Thomas Weßling sprechen.

Wie komme ich vom Alkohol wieder weg? Ab welcher Menge schadet er der Gesundheit? Kann ich meinen Sohn, meinen Partner oder meinen Vater vom Trinken abhalten?

Diese und alle anderen Fragen zum Thema werden anonym am 14. Februar 2013 von 14 bis 16 Uhr beantwortet, Telefon: 022 1/ 892031 (deutsches Festnetz).