Alles läuft besser nach Umbau

Hagen. (th) Im Jobcenter ist vieles neu und vor allem besser geworden. Schon seit Ende September ziert eine brandneue Fassade die Hauptstelle am Berliner Platz 2, doch interessant ist vielmehr, was sich dahinter abspielt. Pressesprecher Thorsten Opel zeigte dem Wochenkurier exklusiv, was sich verbessert hat und zog eine erste Bilanz.

Jobcenter-Pressesprecher Thorsten Opel ist hoch zufrieden mit dem Umbau und nahm den Wochenkurier mit zu einer exklusiven Führung durch das Haus. (Foto: Tim Haacke)
Jobcenter-Pressesprecher Thorsten Opel ist hoch zufrieden mit dem Umbau und nahm den Wochenkurier mit zu einer exklusiven Führung durch das Haus. (Foto: Tim Haacke)

Der größte Vorteil der neuen Eingangspartie ist die kleine Verlagerung, denn sie liegt nun auf einer Höhe mit den nebenstehenden Gebäuden. Zuvor war die Wand etwas zurückgesetzt und so mussten die Klienten zwischen einer Eisdiele und einer Spielhalle hindurch ins Jobcenter eintreten. Dort gab es dann keinen richtigen Eingangsbereich – eine äußerst unbefriedigende Situation, auch für die Angestellten.

24.000 Menschen

Auch der Zutritt zu den Fluren auf den oberen Etagen erfolgte ungehindert und unkontrolliert. Das Gebäude wurde ursprünglich von einer Versicherungsgesellschaft genutzt („Deutscher Ring“). Für eine große Behörde mit viel Publikumsverkehr war es nicht ausgelegt. Im Jobcenter Hagen arbeiten knapp 290 Beschäftigte, es ist verantwortlich für etwa 24.000 Menschen in Hagen, Tendenz steigend.

Da das Jobcenter nur Mieter in dem Gebäude ist, mussten erst zähe Verhandlungen mit dem Vermieter geführt werden, bis der erwünschte Umbau tatsächlich beginnen konnte. Schließlich konnte dieser aber überzeugt werden, die notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Im Gegenzug mietet das Jobcenter die Räume für mindestens zehn weitere Jahre.

Schnell und direkt

Ausziehen wäre zumindest in absehbarer Zeit nach dem Umbau ohnehin nicht in Frage gekommen. Denn mit dem Ergebnis ist man beim Jobcenter mehr als zufrieden. Alles läuft jetzt viel besser: „Kein Vergleich zu vorher“, freut sich Opel.

Direkt nach dem Eintritt können Klienten des Jobcenters nun an zwei Empfangsschaltern begrüßt werden. Dort klären die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und direkt, wie es weitergeht. Wer einen Termin hat, wird an die entsprechende Stelle geschickt, wer nicht, bekommt eine Wartemarke und kann im großräumigen Wartebereich Platz nehmen.

Barrierefrei und sicher

Dort zeigt ein Bildschirm, wer als nächstes drankommt und wohin er sich wenden soll. Im Erdgeschoss gibt es drei neue Beratungsschalter, an denen schon so viele Anliegen geklärt werden, wie möglich. Die meisten Besucher können das Jobcenter somit nach einer guten Viertelstunde schon wieder durch den neuen Seitenausgang verlassen. Es entsteht weder Gegenverkehr noch ein langer Stau durch chaotische Zustände – trotz 300 bis 400 Menschen, die an Vollzeittagen hier ein- und ausgehen.

Wer doch zu einem längeren Gespräch in die oberen Etagen muss, den leiten im Flur verschiedene Farben zum richtigen Ziel. Verlaufen? Ausgeschlossen! Für die Vorbereitung solcher Gespräche stehen nun übrigens auch vier Arbeitsplätze mit Internetzugang im Eingangsbereich für die Klienten bereit. Auch gedruckt werden kann hier, zwei weitere Plätze sind in Planung.

Barrierefrei ist das neue Jobcenter natürlich auch. Und für schwierige Gespräche, die von Anfang an aus dem Ruder zu laufen drohen, gibt es einen separaten Beratungsraum mit Sicherheitsglas und abschließbarer Tür. Bislang musste dieser Raum allerdings noch nicht benutzt werden. „Ein gutes Zeichen“, findet Opel, der überhaupt äußerst zufrieden mit der Situation im neuen Jobcenter ist.