Als die Ruhr-Hochöfen noch emsig produzierten

Hagen. Im Jahr 1959 – lange bevor Zechen, Hochöfen und Gasometer als Objekte von Kunst und Kultur wahrgenommen wurden und lange bevor die 53 Städte, die das Ruhrgebiet heute ausmachen, stolz „Ruhrmetropole“ genannt wurden, hat sich ein 25-jähriger Kunststudent aus Hamburg auf den Weg gemacht, um diese Landschaft und die dortige Industrie fotografisch festzuhalten.

Ulrich Mack, dessen Fotografien in der Ausstellung „Ruhrgebiet.Mack“ vom 30. November bis 18. Dezember in der Sparkasse Hagen zu sehen sind, zählt zu den besten Fotografen Deutschlands und gilt heute als Pionier in der fotografischen Beschreibung der Ruhrgebietsindustrie. Im vergangenen Jahr sind diese Fotografien wieder neu entdeckt und vom Moser-Verlag in München in einer qualitativ unübetroffenen Form mittels der einzigartigen Skia-Technik in dem Bildband „Ruhrgebiet.Mack“ abgedruckt worden. Der Bildband hat kurz nach seiner Veröffentlichung den Deutschen Fotobuchpreis in Gold erhalten und wurde von der Stiftung Buchkunst zu einem der schönsten deutschen Bücher 2009 gekürt. Bekannt wurde Ulrich Mack vor allem durch seine „Inselmenschen“ und durch Künstler-Portraits, wie Pablo Picasso oder Hildegard Knef. Zahlreiche seiner Fotografien sind in Galerien und Museen in aller Welt ausgestellt worden. 1963 erhielt Ulrich Mack den World-Press-Photo-Preis für seinen Fotoessay „Wildpferde in Kenia“.

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist Hauptsponsor der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 und dabei Projektsponsor für den Schwerpunkt Fotografie. Mit der Wanderausstellung „Ruhrgebiet.Mack“ knüpft die Sparkasse Hagen an dieses Engagement an und holt ein weiteres Stück Kulturhauptstadt direkt in unsere Stadt.