Als Straßenkinder in Hagen

Hagen. Am 20. November vor 25 Jahren wurde die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Obwohl vielerlei erreicht worden ist, gibt es noch vieles zu tun. Etwa 100 Millionen Kinder arbeiten und leben auf der Straße, jedes dritte davon in Indien. In Mumbai sind Millionen Straßenkinder unterwegs. Seit den 80er Jahren ist ihre Zahl weltweit gestiegen. Straßenkinder arbeiten und betteln für ihre Mahlzeiten. Sie schlafen auf Müllhalden, in Bahnhöfen, unter Brücken, nehmen Drogen als Ersatz für fehlende Wärme und Geborgenheit. Es sind Jungen und Mädchen, die keine Familie mehr haben oder weggelaufen sind, weil alkoholkranke Eltern sie prügeln und es ihnen an Essen oder Zuwendung fehlt.
An vielen Orten werden sie von der Polizei vertrieben und misshandelt. Mit Unterstützung von Terre des Hommes (TdH)werden Straßenkinder an „Anziehungspunkten“ oder „Knotenpunkten“ wie Bahnhöfen unterrichtet oder man bietet ihnen ein Dach über dem Kopf, wo sie Unterschlupf finden und sich erholen können und einen sicheren Raum haben.

Am 20. November 2014 organisieren Schulklassen und ehrenamtliche TdH-Mitglieder in vielen Städten in Deutschland die Aktion „Straßenkind für einen Tag“. Ziel der Aktion ist es, auf die Situation von Straßenkindern in aller Welt aufmerksam zu machen und Spenden für Hilfsprojekte zu sammeln.

In Hagen werden Schüler und Schülerinnen der Klasse 4c der Grundschule Emst am 21. November mit ihren Lehrern und zusammen mit der örtlichen TdH-Arbeitsgruppe in der Hagener Innenstadt (Elberfelder-/Mittelstraße) zwischen 10 und 12 Uhr typische Arbeiten von Straßenkindern verrichten. Geplant sind unter anderem Aktivitäten wie Schuhe putzen und Einkäufe einpacken. Die umliegenden Geschäfte haben ihre Unterstützung für diese Aktion zugesagt.
Der Erlös des bundesweiten Aktionstages wird zugunsten des Straßenkind-Projekts „Thuthuka“ in Simbabwe fließen.

Weitere Infos: tdh.de/strassenkind