Hagen. Unter den 35 Schulen, die das NRW-Ministerium für Schule und Bildung zur Talentschule ausgewählt hat, ist auch die Sekundarschule Altenhagen. Sie überzeugte mit ihrem Konzept die Jury und wird ab dem kommenden Schuljahr unter veränderten Kriterien lehren.

Die Schülerinnen und Schüler werden durch besondere unterrichtliche Konzepte und einer zusätzlichen Fördersäule im Lernen unterstützt. Die sprachliche Förderung wird vertieft. Die Fördersäulen beinhalten mehr praktisches Arbeiten und mehr Lernmöglichkeiten. Hierzu werden die Talentschulen mit zusätzlichen Ressourcen vom Land und der Kommune ausgestattet.

Viele Talente

„Unsere Schülerinnen und Schüler sind vielseitig talentiert. Kein Talent sollte unentdeckt bleiben. Doch gerade bei Schülern mit Migrationshintergrund werden die Talente auf Grund der sprachlichen Barrieren häufig nicht erkannt oder gefördert. Dabei haben gerade diese Kinder dort die Möglichkeit über Erfolgserlebnisse, die sie auf überwiegend auf der Sprache basierenden Fächern nicht bekommen, sich zu präsentieren,“ erläutert Schulleiter Theo Kleinhofer.

An der Sekundarschule Altenhagen wird der Schwerpunkt der Kulturellen Bildung ausgebaut. „Wir haben uns beworben, da das Konzept des Schulversuchs ‚Talentschule‘ genau zu unserer schulischen Leitidee passt. Seit Bestehen der Schule mit dem Schuljahr 2014/2015 arbeiten wir mit Profilklassen mit den Schwerpunkten Musik/Kunst, Sport und Naturwissenschaften. Wir wollen die Stärken unserer Schüler stärken. So kommt uns der Schulversuch in unserer unterrichtlichen und pädagogischen Arbeit sehr entgegen.“

Gerade Kinder, die im Lernen benachteiligt sind, benötigen besondere unterrichtliche Konzepte, die mehr gut ausgebildete Lehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter und eine entsprechende Ausstattung der Schule voraussetzen.

„Da wir hier in allen Bereichen, vor allem jedoch im Bereich der Ausstattung der Schule noch großen Bedarf haben, erhoffen wir uns über die Teilnahme am Schulversuch eine immense Verbesserung,“ so Kleinhofer.