Arbeitslosigkeit im Ennepe-Ruhr-Kreis auf Rekord-Tiefstand

EN-Kreis. „Im Jahresdurchschnitt 444 weniger Arbeitslose, bei den Stellenangeboten ein Plus von 1.729 und mit 2.437 ein Drittel mehr unbesetzte Stellen – diese Zahlen und Fakten belegen: Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis haben wie in den Vorjahren auch 2017 die Note ‚gut‘ verdient.“ Diese Bilanz zogen Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Landrat Olaf Schade und Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN.

Positive Entwicklung

Bemerkenswert: 105.520 Menschen verfügen derzeit über einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Das entspricht einem Plus von fast 1.500 Stellen. Auch dies hat zu einer historisch niedrigen Arbeitslosenzahl – Ende November 2017 waren es 10.285 – beigetragen.

Ebenso erfreulich: Die Agentur für Arbeit meldet ein Plus von 753 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei Helfern, von 423 bei Fachkräften und von 182 bei Experten.

„Sehr positiv“, so Dürwald mit Blick auf das Jobcenter EN, „ist der weitere Rückgang der von uns betreuten Langzeitarbeitslosen. Im Jahresdurchschnitt waren es 7.273 Erwerbslose, 592 weniger als 2016.“ Rund 3.200 Menschen nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf.

Während sich das Jobcenter EN beim Abbau der Arbeitslosigkeit über dem Vorjahresniveau bewegte, fällt die Bilanz für die Agentur für Arbeit etwas anders aus. „Durchschnittlich 3.617 Personen bedeuten ein Plus von 148 oder 4,3 Prozent“, so Weichert. Das ist darauf zurückzuführen, dass Personen, die gleichzeitig Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II beziehen, so genannte „Aufstocker“, seit Januar 2017 ausschließlich von der Agentur für Arbeit betreut werden.

Der positive Trend hat sich auch im „SGB III“ fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei nur 6,4 Prozent (NRW 7,4 Prozent) – der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Obwohl die Zuwanderung aus Osteuropa und die Flüchtlingsmigration erst im Laufe des Jahres richtig im Kreis ankam, sank die Erwerbslosigkeit um 3,9 Prozent. Der Markt war aufnahmefähig und das konjunkturelle Umfeld günstig.

Gute Aussichten

Für 2018 rechnen Schade, Weichert und Dürwald mit einer weiter positiven Entwicklung. Mit den intakten konjunkturellen Rahmenbedingungen wird sich der Arbeitsmarkt in 2018 stabil und aufnahmefähig zeigen, glauben sie.