Philipp Rotthaus, Elisabeth Jakubowski, Martin Loberg, Matthias Quaschnik, Jochen Köhnke, Dirk Schubert, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Katja Michalski (v.l.) erläuterten die neue Kooperation zwischen Stadt Iserlohn und Auslandsgesellschaft NRW beim Europäischen Freiwilligendienst. (Foto: Stadt Iserlohn)

Iserlohn. Für viele Jugendliche ist es ein Traum: Ein Jahr fremde Luft schnuppern, in einem europäischen Land der eigenen Wahl leben und arbeiten, um so eine andere Mentalität und Kultur kennen zu lernen. Diese Chance bietet der Europäische Freiwilligendienst (EFD). Der EFD ermöglicht es Iserlohnern und Iserlohnerinnen zwischen 17 und 30 Jahren über das EU-Programm „Erasmus+“ zwischen zwei und zwölf Monaten im europäischen Ausland zu verbringen und dort ehrenamtlich in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt ihrer Wahl zu arbeiten.

Das Besondere dabei: Die EU-Kommission zahlt den jungen Erwachsenen den kompletten Aufenthalt, einschließlich Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung, Sprachkurs, pädagogischer Begleitung und vieles mehr. Die Stadt Iserlohn ist seit dem Sommer 2008 an einer Entsendeplattform für den Europäischen Freiwilligendienst beteiligt. In Kooperation mit der Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (eSw) und dem Projektkoordinator Dirk Schubert sind in den vergangenen Jahren 28 Jugendliche in 13 verschiedene europäische Länder entsandt worden. Leider hat die eSw im vergangenen Sommer Insolvenz angemeldet. Als neuer Kooperationspartner konnte nun die Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund gewonnen werden, die ebenfalls über langjährige Erfahrungen im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes verfügt. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der Leiter des Ressorts Kultur, Migration und Teilhabe Jochen Köhnke sowie das Team des Ressortbüros, Matthias Quaschnik und Katja Michalski, freuen sich, dieses Angebot für die Iserlohner Jugendlichen weiterhin aufrecht erhalten zu können.

Faszinierendes Kaunas

Am Dienstag, 27. November, stellten sie den neuen Kooperationspartner im Rathaus vor. Der Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft NRW, Martin Loberg, lobte den Europäischen Freiwilligendienst als Möglichkeit, um mit Begegnungen Brücken zu bauen. Dies konnte Elisabeth Jakubowski bestätigen. Die Dortmunderin hat ihren Dienst von September 2016 bis Juli 2017 in einem Waisenhaus in Kau­nas in Litauen absolviert. In den elf Monaten hatte die 20-Jährige auch Zeit, das Land, die Kultur sowie Einheimische und andere Europäische Freiwillige kennen und schätzen zu lernen.

Elisabeth Jakubowski würde sich immer wieder für den Europäischen Freiwilligendienst entscheiden. Der Iserlohner Philipp Rotthaus ist gespannt, was ihn erwartet: Er wird im Februar 2018 seinen Europäischen Freiwilligendienst in einer Jugendeinrichtung in Iserlohns ungarischer Partnerstadt Nyíregyháza antreten. Dort wird der 18-Jährige mit vielen anderen Jugendlichen aus Europa insbesondere für die Betreuung des Webradios zuständig sein. Ein zweiter Platz ist bei diesem Projekt in Ungarn noch frei. Weitere Informationen dazu erhalten Interessierte beim Ressortbüro Kultur, Migration und Teilhabe der Stadt Iserlohn, telefonisch unter 02371 / 217-1112 oder per E-Mail unter europa@iserlohn.de.