Auf zum Wahl-Endspurt

[1/2] Bei der Eröffnung von „Hagen blüht auf“ gaben sich am Freitag – abgesehen von OB Erik O. Schulz (r.) – auch zahlreiche Politprominente die Ehre

[1/2] Bei der Eröffnung von „Hagen blüht auf“ gaben sich am Freitag – abgesehen von OB Erik O. Schulz (r.) – auch zahlreiche Politprominente die Ehre, zum Beispiel CDU-Landtagskandidat Helmut Diegel (l.) und die aus Hagen stammende SPD-Bundestagsabgeordne

Hagen. (ME) Die Wahlvorbereitung in den Rat- und Kreishäusern, in den Parteien oder auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf läuft längst im Endspurt-Modus: Am kommenden Sonntag, 14. Mai (Muttertag), sind bekanntlich rund 13,1 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, den neuen NRW-Landtag zu wählen und darüber abzustimmen, welche Regierung künftig die Geschicke von Nordrhein-Westfalen lenken darf.

Kopf an Kopf?
Aktuell wird von den Wahlforschern ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU erwartet. Ähnlich könnte es in Hagen zwischen den beiden großen Volksparteien aussehen. Und so gaben sich denn zuletzt allerlei Politprominente die Klinke in die Hand – sogar SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz war am Freitag an die Volme geeilt.
Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens seit dem 28. April 2017 in NRW wohnen.
Zwei Kreuze
Noch einmal: Auf jedem Stimmzettel können zwei Kreuze gemacht werden: Mit der Erststimme in der linken Spalte des Stimmzettels entscheiden die Wählerinnen und Wähler über das Direktmandat im Wahlkreis. Auf der rechten Seite des Stimmzettels können sie die sogenannte Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben.
Um die Zweitstimmen bemühen sich landesweit immerhin 31 Parteien.
Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. 128 der mindestens 181 Abgeordneten werden direkt in den Wahlkreisen „auserkoren“, die übrigen mindestens 53 Mandate werden aus den Landeslisten der an der Sitzverteilung teilnehmenden Parteien besetzt (mehr zur Landtagswahl auch unter url.nrw/wahl2017).
133.800 Hagener
In Hagen sind gut 133.800 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgefordert. Für 11.000 junge Hagenerinnen und Hagener ist es die erste Landtagswahl.
Die Stadt Hagen teilt sich in zwei Landtagswahlkreise. Die Stadtbezirke Hagen-Mitte, -Nord und Hohenlimburg bilden den Wahlkreis 103/ Hagen I, die Stadtbezirke Eilpe/Dahl und Haspe zusammen mit Breckerfeld, Ennepetal und Gevelsberg ergeben den Wahlkreis 104/ Hagen II/ Ennepe-Ruhr-Kreis III.
Die Direktkandidaten
Im Wahlkreis 103 kandidieren als Direktbewerber Wolfgang Jörg (SPD), Helmut Diegel (CDU), Sylvia Olbrich (GRÜNE), Ernst-Ulrich Alda (FDP), Frank Mazny (PIRATEN), Ingo Hentschel (DIE LINKE) und Michael Eiche (AfD).
Im Wahlkreis 104 stellen sich Hubertus Kramer (SPD), Christian Brandt (CDU), Nils Kriegeskorte (GRÜNE), Ulrich Schilling (FDP), Christian Specht (PIRATEN) und Karlheinz Rudolf Berger-Frerich (DIE LINKE) zur Wahl.
Welches Wahllokal?
Mit der persönlichen Wahlbenachrichtigung wurde auch mitgeteilt, in welchem Wahllokal man am Wahlsonntag seine Stimme abgeben kann (das heißt: der Ort, oft eine benachbarte Schule, ist auf dem Schein vermerkt). Gewählt wird in der Zeit von 8 bis 18 Uhr.
Die Auszählung der Stimmen erfolgt ab 18 Uhr öffentlich – also jeder Wähler kann in „seinem Lokal“ als Zuschauer verfolgen, wie ausgezählt wird.